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Lance Stroll: Der 80-Millionen Dollar-Pilot

Der Formel 1-Neuling Lance Stroll begeistert nicht alle Formel 1-Fans. Seine Karriere basiert auf den Milliarden seines Vaters.
Heute Redaktion
14.09.2021, 00:49

Formel 1-Pilot Lance Stroll sorgt schon bevor die Saison richtig losgegangen ist für Aufsehen. Der 18-jährige Williams-Neuling spaltet das Fahrerlager. Auf der einen Seite zeigte er bis zu seinem Ausfall beim Grand Prix von Australien teilweise was in ihm steckt, zum anderen eilt ihm der Ruf als teuerster Pay-Driver in der Geschichte voraus.

Am Samstag konnte er sein Können auf der Rennstrecke im Qualifying für den Grand Prix von China unter Beweis stellen. Stroll wurde zehnter. Rennstart ist am Sonntag um 8:00 Uhr (live auf ORF eins).

Sein Vater, der Mode-Milliardär Lawrence Stroll buttert rund 80 Millionen Euro in die Formel 1-Karriere seines Sprösslings. 35 Millionen sollen zum Beginn der Saison bereits in das Williams-Team geflossen sein.

"Habe meinen Weg nicht erkauft!"

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Stroll selbst wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Ich habe mir meinen Weg nicht erkauft. Ich habe mir meinen Platz verdient. Die Leute erzählen immer irgendwas, das lese ich nicht. Das ist verschwendete Zeit", wird der Kanadier im "Spiegel" zitiert.

Dennoch gibt der 18-Jährige zu: "Irgendwo her muss das Geld ja kommen. Mein Vater und ich teilen die Leidenschaft für den Rennsport. Ohne seinen Reichtum könnte ich diese Karriere aber nicht machen." Stroll senior besitzt eine Rennstrecke bei Montreal und sammelt alte Ferraris.

Vater ließ Rennstrecken absperren

Für seine Formel 1-Karriere musste Lance Stroll hart schuften. Er durchlief zahlreiche Nachwuchs-Programme und bekam sogar Heim-Unterricht, weil er nie regelmäßig zur Schule gehen konnte. Für sein Streben in die Königsklasse ließ sein Vater sogar geheim Rennstrecken absperren, damit er Rennabläufe, Starts, Boxenstopps und Datenanalyse ungestört üben konnte.

Auch seine Chefin Claire Williams ist von Stroll überzeugt: "Es ist total unfair, ihn auf das Geld seines Vaters zu reduzieren. Er hat in den Nachwuchsklassen einen fantastischen Job gemacht. Er hat, wie jeder andere Fahrer, der in die Formel 1 kommt, eine steile Lernkurve vor sich. Viele unterschätzen das, aber er scheint schnell zu sein."

(pip)