Am Samstag, dem 28. Februar 2026, erfolgte der Spatenstich für den Zubau des dreigruppigen Kindergartens sowie für den Neubau eines Musikheims in Gresten-Land. Im Rahmen der NÖ-Betreuungsoffensive soll der Kindergarten mit einer zusätzlichen Gruppe erweitert werden.
Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) war beim Spatenstich dabei und freut sich: "Moderne Kinderbetreuungseinrichtungen sind eine Investition in frühkindliche Bildung." Mit dem neuen Musikheim bündle die Gemeinde Ressourcen und schaffe einen Ort, an dem musikalische Tradition und Kultur gepflegt werden, sagte die Politikerin. Das Land NÖ unterstützt das Projekt über seinen Schul- und Kindergartenfonds mit einer Zinsförderung von über 230.000 Euro.
Während das flächenmäßig größte Bundesland bei den Allerkleinsten nachhinkt, liegt Niederösterreich – so betont man seitens der Landesregierung – laut dem aktuellen Monitoring-Bericht 2024/25 bei der Besuchsquote der Drei- bis Fünfjährigen mit 98,2 Prozent österreichweit auf Platz eins. Auch bei den Zwei-, Drei- und Vierjährigen führe man im Bundesländervergleich. Lediglich bei den Null- bis Zweijährigen betrage die Besuchsquote 38,6 Prozent – hier habe man sich zumindest um 3,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gesteigert.
Ein wesentlicher Motor für diese positive Entwicklung sei die im Herbst 2022 gestartete blau-gelbe Kinderbetreuungsoffensive. Die zentralen Maßnahmen: kostenlose Betreuung am Vormittag, leistbare Nachmittagsangebote und ein bedarfsgerechtes Angebot in Wohnortnähe. Seit dem Start wurde für 585 Gruppen ein erhöhter Fördersatz von 48,8 Prozent beschlossen. Mehr als zwei Drittel der bis Ende 2027 geplanten Kindergartengruppen seien somit bereits zugesichert.
Bis Ende 2027 möchten das Land Niederösterreich und die Gemeinden insgesamt 750 Millionen Euro zusätzlich in den Ausbau der Kinderbetreuung investieren. Teschl-Hofmeister betonte am Samstag, dass schon jetzt 99 Prozent der Gemeinden einen Betreuungsplatz für Zweijährige anbieten könnten – entweder im eigenen Ort oder über Kooperationen mit Nachbargemeinden.
"Die Zahlen zeigen, dass wir gemeinsam mit den Gemeinden an den richtigen Hebeln ansetzen – bei der Reduktion der Schließtage im Sommer und bei der Verlängerung der Öffnungszeiten", so Teschl-Hofmeister.