Sport

Landertinger landet im Einzel auf fünftem Rang

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:27

Österreichs Biathlon-Herren haben den Staffelsieg vom Donnerstag am Samstag im Weltcup-Einzelbewerb in Ruhpolding nur teilweise bestätigt. Ex-Weltmeister Dominik Landertinger vergab einen möglichen Triumph erst beim letzten Schuss, belegte mit einer Strafminute Rang fünf. 42,7 Sekunden fehlten dem Tiroler am Ende auf Sieger Emil Hegle Svendsen aus Norwegen. Bei einem norwegischen Triple-Sieg in der nordischen Kombination liefen die Österreicher nur hinterher.

19-mal hatte Landertinger ins Schwarze getroffen, ehe ihn die Körperspannung verließ. "Ich hatte beim letzten Schuss keine Chance mehr, denn ich habe extremes Kniezittern bekommen", erklärte der 25-Jährige, der zuletzt immer besser in Form gekommen ist. "Auch das zwischenzeitliche Absetzen hat nichts genützt. Insgesamt war das Schießen mit 19 Treffern aber super."

Läuferisch tat sich Landertinger mit der tiefen Spur dafür wie einige seiner Kollegen lange Zeit schwer. "Ich bin erst spät in Schwung gekommen. Die letzte Runde war aber sehr gut", meinte das ÖSV-Ass. Auf die Podestplätze, die sich die Russen Alexei Wolkow und Jewgeni Ustjugow sicherten, fehlten Landertinger rund 25 Sekunden. Am Sonntag (13.15 Uhr) folgt eine Verfolgung, bei der die Rückstände halbiert werden.

Die anderen Österreicher konnten nicht an die Staffel-Leistung anknüpfen

Die übrigen Österreicher vermochten nicht wirklich zu überzeugen. Simon Eder ließ die Chance auf den Disziplinen-Weltcup aus, den sich nach nur zwei Bewerben Svendsen sicherte. Eder kam nach je einem Fehler liegend und stehend nicht über Rang 16 hinaus. "Zwei Strafminuten sind bei diesen Bedingungen eine zu viel", gestand der Salzburger. "Der Liegend-Fehler hätte einfach nicht passieren dürfen."

1:56,7 Minuten hinter Svendsen trauerte Eder auch der verlorenen Chance auf Kristall nach. Beim Weltcup-Auftakt im Einzel in Östersund war er Zweiter gewesen. "Es ist wirklich schade, denn heute wäre die Chance auf die Kugel im Einzelweltcup da gewesen", sagte Eder. Der im Gesamtweltcup führende Franzose Martin Fourcade ließ Ruhpolding nämlich im Hinblick auf Olympia aus.

Svendsen eine Klasse für sich

In Abwesenheit seines größten Konkurrenten setzte Svendsen seine Erfolgsserie fort. Der 28-Jährige hatte zuletzt bereits in Oberhof Sprint und Verfolgung gewonnen und fuhr seinen dritten Saisonsieg ein, den 34. seiner Karriere. Die ÖSV-Routiniers Christoph Sumann (1 Fehler) und Daniel Mesotitsch (3) kamen zweieinhalb bzw. dreieinhalb Minuten hinter Svendsen nicht über die Plätze 27 und 42 hinaus. Im Gegensatz zu Tobias Eberhard (85.) und Fritz Pinter (89.) sind sie aber in der Verfolgung 

Ergebnis Biathlon Herren Einzel

1. Emil Hegle Svendsen (NOR) 48:58,5 1

2. Alexej Wolkow (RUS) +14,1 0

3. Jevgeni Ustjugow (RUS) +16,5 1

4. Jakov Fak (SLO) +34,7 1

5. Dominik Landertinger +42,7 1

weiters

16. Simon Eder +1:56,7 2

27. Christoph Sumann +2:31,4 1

Kombinierer laufen nur hinterher

Trotz einer ausgezeichneten Ausgangsposition nach dem Springen sind Österreichs nordische Kombinierer am Samstag beim Weltcup in Chaux-Neuve ohne Top-5-Platz geblieben. Der als Drittplatzierter in den 10-km-Langlauf gegangene Bernhard Gruber kam als Sechster als einziger ÖSV-Athlet unter die Top Ten, 7,5 Sekunden hinter Sieger Mikko Kokslien. Es gab einen norwegischen Dreifachsieg.

Als zweitbester Österreicher landete der Sprung-Vierte Christoph Bieler mit einem Rückstand von 57,6 Sekunden auf Platz zwölf. Harald Lemmerer (+ 1:20,2) wurde unmittelbar vor Mario Stecher (1:21,4) 15. Tschaikowski-Sieger Wilhelm Denifl war zwar als Zweiter in die Loipe gegangen, nach Stürzen kam er aber nur auf Platz 18 (+ 1:26,8). Der Sprung-Achte Mario Seidl wurde 23. (1:42,6).

Ergebnis Nordische Kombination in Chaux Neuve

1. Mikko Kokslien 27:14,4 Minuten (19. Springen/2. Langlauf)

2. Magnus Krog 0,9 Sekunden zurück (10./5.)

3. Joergen Graabak (alle NOR) +1,3 (13./4.)

4. Eric Frenzel (GER) 1,3 (1./13.)

5. Magnus Moan (NOR) 4,1 (22./3.)

6. Bernhard Gruber (AUT) 7,5 (3./8.).

Weiter:

12. Christoph Bieler 57,6 (4./25.)

15. Harald Lemmerer 1:20,2 Minuten (27./12.)

16. Mario Stecher 1:21,4 (18./17.)

18. Wilhelm Denifl 1:26,8 (2./41.)

23. Mario Seidl 1:42,6 (8:737.)

27. Tomaz Druml 2:04,4 (46./14.)

31. Tobias Kammerlander (alle AUT) 2:10,4 (36./29.)

APA/red

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