Samuel Adeniran (10., 27.), Moses Usor (17.) und "Joker" Christoph Lang (57.) netzten vor über 14.000 Fans in der Linzer Raiffeisen Arena für den Bundesliga-Meister, drehten die überraschende Führung der Gäste aus dem Innviertel durch Pape Sissoko (8.) und sorgten so für eine ideale Generalprobe für das Champions-League-Play-off-Hinspiel gegen Schottland-Meister Celtic Glasgow am Mittwoch (21 Uhr).
Allerdings hatten die Linzer noch Sorgenfalten auf der Stirn. Denn Kapitän und Spielmacher Sascha Horvath musste in der Pause angeschlagen raus. Wenig später verließ auch Doppelpacker Adeniran plötzlich und vor der Wechselunterbrechung den Platz (54.). Das wären zwei schmerzhafte Ausfälle für das "Königsklassen"-Play-off-Duell. Robert Ljubicic sah für ein unnötig hartes Foul Rot (74.).
Der LASK hält aber trotzdem bei neun Punkten aus drei Spielen und bleibt Tabellenführer. Für die Rieder ging das erste Spiel nach dem Blitz-Wechsel von Sport-Boss Wolfgang Fiala zu Rapid Wien, wo er künftig Technischer Direktor sein wird, verloren, die Innviertler halten bei einem Punkt auf dem Konto, sind Tabellen-Neunter.
Jubelstimmung kam in der Arena bereits kurz vor dem Anpfiff auf. Da war ÖFB-Teamspieler Sasa Kalajdzic nach dem Meistertitel in der vergangenen Saison nämlich offiziell verabschiedet worden.
LASK-Trainer Didi Kühbauer brachte gegen die Rieder nur Ljubicic als einzigen "Neuen" in die erste Elf, auf der Gegenseite hatte Rieds neuer Trainer Mario Despotovic etwas überraschend auf eine Dreierkette umgestellt. Und es waren auch die Innviertler, die mit der Führung durch Sissoko die Kalajdzic-Abschiedsparty zunächst gecrasht hatten. Ideal von Stefan Schwab bedient, stellte der Malier auf 1:0 (8.).
Die Führung der Rieder hielt aber gerade einmal eine Minute. Denn Adeniran stellte von Usor bedient sofort auf 1:1 (10.). Der Assistgeber selbst schoss die Linzer in der 18. Minute dann mit einem Chip über Ried-Schlussmann Andreas Leitner in Front – 2:1. Der LASK hatte das Spiel gedreht, und sogar noch nachgelegt. Adeniran schnürte in der 27. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck zum 3:1 den Doppelpack. Nach einem schnellen Ballverlust der Rieder im Aufbauspiel hatte Usor den vierten Treffer am Fuß, Leitner war noch am Ball, dieser kullerte dann an der linken Stange vorbei (45+2.).
Der vierte Treffer gelang dem erst zwei Minuten zuvor eingetauschten Lang dann in der 57. Spielminute. Wieder leistete Usor den Assist – 4:1. Zu diesem Zeitpunkt waren der schon gegen Ende der ersten Spielhälfte angeschlagene Horvath und Adeniran, für den Lang kam, angeschlagen vom Platz gegangen. Kurios: Adeniran wartete seinen Austausch gar nicht mehr ab, ging zuvor vom Rasen.
Turbulent wurde es dann in der Schlussphase, obwohl die Partie schon entschieden schien. Denn für ein unnötig hartes Einsteigen im Mittelfeld gegen Rieds Jonas Mayer flog Ljubicic völlig zurecht mit Rot vom Platz (74.). Auf der Gegenseite hatte Rieds Joris Boguo LASK-Kicker Kasper Jörgensen als letzter Mann zu Fall gebracht, hier gab es etwas überraschend aber keinen Ausschluss.