Sport

LASK mit Millionen-Plus trotz zehn neuer Spieler

Obwohl der LASK auf dem Transfermarkt kräftig umrührte, bleibt neben den Europa-League-Einnahmen auch ein sattes Transfer-Plus.
Heute Redaktion
13.09.2021, 16:01

Zehn neue Spieler kämpfen bei Österreichs derzeit zweitgrößter Kraft im Fußball um Einsatzzeiten. Vizemeister LASK scheiterte gegen Brügge nur knapp am Einzug in die Champions League, spielt stattdessen in einer Gruppe mit Sporting, PSV und Rosenborg in der Europa League weiter. Der Kader wurde deshalb in der erst dritten (!) Saison seit der Bundesliga-Rückehr breiter.

Teure Einkäufe



Jüngster Neuzugang: Petar Filipovic. Der Innenverteidiger wurde drei Minuten vor Ende des Transferfensters aus der Türkei geholt, hat mit Austria und Ried Bundesliga-Erfahrung in den Beinen.

Kostenpunkt: ein mittlerer sechsstelliger Betrag. Damit kostete der 28-Jährige wohl ähnlich viel wie die beiden neuen Wingbacks Rene Renner (Mattersburg, rund 500.000 Euro) und Marvin Potzmann (Rapid, rund 500.000 Euro).

Noch teurere Verkäufe



Erstaunlich: Trotz der Einkäufe hält sich der LASK nicht nur schadlos, sondern schließt das Transferfenster mit einem satten Gewinn ab. Maximilian Ullmann, der links hinten durch Renner gut ersetzt wurde, kostete Rapid rund 600.000 Euro. Bruno wurde für 500.000 an Olympiakos Piräus abgegeben. Dogan Erdogan, durch disziplinäre Unzulänglichkeiten in Linz in Ungnade gefallen, wechselte für vergleichsmäßig wenig Geld zu Trabzonspor (200.000). Florian Jamnig wurde für rund 200.000 an Altach verkauft.

Wirklich schwer wiegen aber zwei Verkäufe an den deutschen Klub VfL Wolfsburg. Der VW-Werksverein holte sich Trainer Oliver Glasner und Flügel Joao Victor. Beide standen im Sommer hoch im Kurs. Glasner hatte als Architekt des LASK-Erfolgslauf Begehrlichkeiten geweckt. Der quirlige Brasilianer als einer der besten Bundesliga-Angreifer. Glasner kostete Wolfsburg rund 1,5 Millionen. Victor sogar 3,5 Millionen.

Positive Bilanz



Unterm Strich macht das rund 7,5 Millionen Gewinn. Davon müssen aber noch die weiteren Neuzugänge abgezogen werden, deren Ablösesummen nicht allzu hoch sein dürften, aber schwer einzuschätzen sind. Thomas Sabitzer, In-pyo Oh, David Schnegg und Jan Boller wurden gekauft. Valentino Müller, Daniel Jelisic und Andriko Smolinski waren ablösefrei. Zudem fallen noch die Steuerabgaben der Einkäufe weg.

Viele der oben genannten Zahlen sind geschätzt und gerundet, beziehen sich auf verschiedene Medienberichte und das Fachportal "Transfermarkt". Klubs nennen die genauen Zahlen bekanntlich nicht gerne, wenn sie nicht müssen, wie etwa börsennotierte Unternehmen wie Borussia Dortmund. Die "Krone" schätzt aktuell den Transfergewinn der Linzer im Sommer auf etwa vier Millionen Euro.

Fest steht, dass sich der LASK über ein Millionen-Plus freuen darf, und sportlich nicht viel eingebüßt, sich in die Breite sogar verstärkt hat. An die Dimensionen von Red Bull Salzburg reichen die Linzer nicht heran. Weder sportlich, noch auf dem Transfermarkt. Die Bullen erzielten im Sommer mit den Verkäufen von Xaver Schlager und Co. rund 50 Millionen Euro Gewinn – ein unglaublicher Wert. Und trotzdem setzen sie ihre Liga-Dominanz nahtlos fort.

Beachtlich: Rapid und die Admira nahmen sogar ein bisschen mehr ein als der LASK. Rapid hat den Kader aber im Vergleich ausgedünnt, weil heuer der Europacup wegfällt. Die Admira hat allein mit dem Stürmer-Trio Sasa Kalajdzic (Stuttgart), Patrick Schmidt (Barnsley) und Marin Jakolis (Hajduk Split) mehr als vier Millionen Euro eingenommen, damit aber auch deutlich an Qualität eingebüßt, wie ein Punkt aus sechs Spielen und Tabellenplatz zwölf belegen. (SeK)

Jetzt E-Paper lesen