Am Freitag sorgten mehrere Lawinenabgänge in Tirol für Aufregung. Besonders betroffen waren die Ammergauer Alpen im Außerfern, wo eine Person im freien Gelände verletzt wurde. Sie konnte mit einem Hubschrauber geborgen werden.
Die erste Meldung über eine Lawine im Außerfern erreichte die Leitstelle Tirol gegen 12.25 Uhr. Anfangs wurde von verschütteten Wintersportlern ausgegangen, dies bestätigte sich jedoch nicht. Mehrere Personen befanden sich im betroffenen Gebiet. Die Bergrettung Reutte stand bereit, musste aber nicht aktiv eingreifen, wie der ORF berichtet.
Knapp eine Stunde später wurde in den nördlichen Stubaier Alpen eine weitere Suchaktion gestartet, nachdem eine Person auf einem Lawinenkegel gesichtet worden war.
Die Lawinengefahr in Tirol bleibt trotz der Vorfälle aktuell auf Gefahrenstufe zwei, also mäßig. Besonders auf West-, Nord- und Osthängen oberhalb von 2.200 Metern ist Vorsicht geboten. Experten warnen vor Altschneeproblemen, die weiterhin Lawinen auslösen können. Setzungsgeräusche und Risse in der Schneedecke gelten als Hinweise auf gefährliche Stellen.