Läppische 15 Minuten: Bei Rapid machen sie nach dem jüngsten 2:1 über Sturm mehr denn je den himmelhohen Unterschied zwischen Tabellenspitze und Mittelfeld aus! Ohne die vielen Tore in der Rapid-Viertelstunde würden die Wiener nicht von Platz eins herunterlächeln, sondern auf dem fünften Rang feststecken.
Am Mittwoch zündeten die Grün-Weißen gegen Sturm eine Minute vor Schluss die Zusatztriebwerke: Das 2:1 durch Salihis Elfer fixierte den Liga-Thron.
So weit, so zufällig. Oder doch nicht? Satte 15 Tore und zehn Punkte (bei nur einem Gegentor) schoss Rapid heuer bereits in der Rapid-Viertelstunde heraus. Die knallharte Vergleichs-Rechnung: Ohne diese Treffer gäbs derzeit nur einen fünften Platz für die Wiener - jenseits der internationalen Startplätze.
Für solchen Statistik-Denksport hat Rapid-Coach Peter Pacult aber nichts übrig. Auch die Führungsposition ist nicht mehr als eine nette Momentaufnahme, stapelt er wie gewohnt tief. Wenigstens brauche ich uns in der Tabelle nicht lange suchen.
Sturm-Keeper Gratzei hat allerdings den Kniefall von Referee Gangl vor Rapid immer noch nicht überwunden. Der Vorarlberger hatte bei drei strittigen Entscheidungen zugunsten der Wiener entschieden. Pacult: Gratzei hat noch Glück gehabt, er hätte Rot sehen müssen.