Sport

Lebensmittelvergiftung schwächt Ukrainer

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:24

Die ukrainische Fußball-Nationalmannschaft hat mit der 0:2-Niederlage gegen die Türkei am Dienstag in Ingolstadt eine misslungene Generalprobe für das Heim-Turnier hingelegt. Oleg Blochin wollte die Partie aber nicht überbewerten, hatte seiner Mannschaft doch eine Lebensmittelvergiftung zu schaffen gemacht. "Ob es Sabotage war oder irgendetwas anderes, weiß ich nicht", sagte der Ukraine-Teamchef. Zehn Spieler waren betroffen.

Die ukrainische Fußball-Nationalmannschaft hat mit der 0:2-Niederlage gegen die Türkei am Dienstag in Ingolstadt eine misslungene Generalprobe für das Heim-Turnier hingelegt. Oleg Blochin wollte die Partie aber nicht überbewerten, hatte seiner Mannschaft doch eine Lebensmittelvergiftung zu schaffen gemacht. "Ob es Sabotage war oder irgendetwas anderes, weiß ich nicht", sagte der Ukraine-Teamchef. Zehn Spieler waren betroffen.

Der genaue Grund für die Vergiftungen sei unklar, da die Spieler unterschiedliche Gerichte gegessen hätten. "Ich erlebe so etwas zum ersten Mal. Es ist eine Extremsituation, aus der wir herauskommen müssen", sagte der 59-jährige Blochin, der selbst angeschlagen gewesen sein soll. Damit wurde nachträglich die überraschende Startformation im Testspiel begründet. Die Offensivstars Andrej Schewtschenko und Andrej Woronin waren zu Beginn nur auf der Bank, Anatoli Tymoschtschuk nicht einmal im Kader.

Sorge in der Heimat hatte der schwache Auftritt aber in jedem Fall hervorgerufen. "Der Tormann strahlte keine Sicherheit aus, die Abwehr war löchrig und der Sturm zahnlos", bewertete das ukrainische Internetportal Liga.net die nach dem 2:3 gegen Österreich zweite Niederlage in Folge. Pragmatisch ging die offizielle ukrainische EM-Seite mit der Vorstellung um. "Oleg Blochin hat es definitiv geschafft, Erik Hamren, den Trainer des ersten ukrainischen EM-Gegners, zu verwirren. Von zehn Spielern, die in den letzten Partien auf dem Platz standen, waren nur zwei in der Startelf."

Zwar dürfen die ukrainischen Fußball-Stars von einer EM-Prämie von bis zu 12,5 Millionen Euro für den Turniersieg träumen, aber mit einer Leistung wie am Mittwoch wird es in der Gruppe D wohl nur den vierten Platz hinter Frankreich, England und Schweden geben. Das Team, das am Montag in Kiew gegen Schweden ins Turnier startet, wurde jedenfalls nach dem Rückflug in Kiew feierlich begrüßt. Ein roter Teppich lag bereit, junge Frauen in Landestrachten erwarteten die Spieler mit den traditionellen Begrüßungsgeschenken Brot und Salz. Nach einem kurzen Empfang ging es zum Ausruhen ins Mannschaftsquartier.

APA/red

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen