Vergebener Elfer, kein Tor, kein Sieg – den Auftakt der WM 2018 in Russland hatte sich Lionel Messi wohl etwas anders vorgestellt. Vor vier Jahren scheiterten seine Argentinier erst in der Verlängerung im Finale an Deutschland.
Dort hin vorzustoßen bedarf heuer einer deutlichen Leistungssteigerung. Die Hoffnungen ruhen auf den Schultern von Messi. Im ersten Gruppenspiel gegen Island erwies sich dieser Druck selbst für einen der besten Fußballer aller Zeiten als zu groß.
Der Barca Star wurde von seinem Mittelfeld nicht gefüttert, musste sich immer wieder fallen lassen und Bälle fordern. Er fehlte dann im Angriff. Das defensive und kreativ limitierte Duo im Zentrum, Javier Mascherano und Lucas Biglia, hinter dem Parade-Angriff aufzubieten, kann nicht gerade als Geniestreich von Teamchef Jorge Sampaoli bezeichnet werden.
Dennoch wurde Messi von der Mehrheit der Fans und neutralen Zuschauer schnell als Schuldiger des 1:1 und der verpassten Punkte ausgemacht. Logisch, der Zauberfloh von FC Barcelona scheiterte vom Elferpunkt. Anstatt zum Helden zu avancieren, wurde Messi nur als Verlierer im Fernduell mit Superstar Cristiano Ronaldo dargestellt. Der versenkte seinen Elfer gegen Spanien, legte beim 3:3 sogar noch zwei weitere Treffer drauf.
Maradona adelt Messi
Messi steht in der Kritik. Jetzt eilt ihm Diego Maradona zur Hilfe. Der einstiger Fußballer mit Legenden-Status nimmt Messi in Schutz. "Die beiden Punkte wurden vom Team und nicht wegen seinem Elfer verloren. Ich habe fünf Elfmeter in Folge verschossen und war noch immer Diego Armando Maradona", will er seinem Nacholger Mut machen.
"Er hat sein Gesicht gezeigt und alles gegeben. Der Junge hat seine Pflicht erledigt. Er war am Feld ziemlich angepisst, so wie ich es gewesen wäre. Er hat immer zwei Spieler abgeschüttelt und dann war immer noch kein Mitspieler frei."
(Heute Sport)