Schockierender Bericht: Was in den Klassenzimmern passiert, bereitet Pflichtschullehrer F. große Sorgen. Der Steirer erlebt nach eigenen Angaben immer häufiger, wie Kinder und Jugendliche mit extremistischen Ideen in Berührung kommen, das berichtet die Kleine Zeitung. Dabei gehe es nicht nur um Rechtsextremismus, sondern auch um Islamismus.
"Das sind alles keine Einzelfälle, das Problem hat Struktur", sagt der Lehrer. Besonders erschüttert ihn, dass manche Schüler im Unterricht eine Faszination für den Nationalsozialismus entwickeln würden.
"Hitler ist in steirischen Schulen wieder ein Vorbild, Terroristen sind Helden", schildert F. seine Eindrücke in der Kleinen Zeitung. Auch Hakenkreuze auf Tischen seien für ihn keine Seltenheit mehr.
Auf der anderen Seite beobachte er Kinder, die Mitschülern Kleidervorschriften machen, ihnen im Ramadan das Pausenbrot verbieten oder den Islam als überlegene Religion darstellen.
"Egal ob Rechtsextremismus oder Islamismus – immer mehr Kinder radikalisieren sich", sagt F. in der Kleinen Zeitung.
Die Wahrnehmung des Lehrers deckt sich mit den aktuellen Entwicklungen in Österreich: Im Jahr 2025 stieg die Zahl rechtsextremer Tathandlungen auf 1.986 Fälle. Das entspricht einem Plus von 33,6 Prozent gegenüber 2024.
Auch beim Islamismus wurde ein Anstieg registriert. Laut Verfassungsschutzbericht des Innenministeriums stieg die Zahl der Taten um 42,3 Prozent auf insgesamt 306 Tathandlungen.
Besonders auffällig: 31,3 Prozent der Tatverdächtigen sind unter 18 Jahre alt.