Nach Fest in Leoben

"Sieg Heil" – dann treten Burschis auf Taxifahrer ein

Nach Nazi-Rufen verweigerte ein 57-Jähriger die Weiterfahrt in seinem Taxi. Danach wurde er von Burschenschaftern brutal verprügelt.
Newsdesk Heute
20.06.2026, 20:08
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Ein Burschenschafter-Fest in Leoben sorgt für einen handfesten Skandal. Nach Angaben eines Taxifahrers sollen Gäste einer Feier in der Nacht auf Samstag mehrfach "Sieg Heil" gerufen haben. Als der Lenker die Polizei verständigte und die Fahrgäste aus seinem Wagen verwies, eskalierte die Situation, berichtet der "Standard".

Der 57-Jährige berichtet, dass er gegen zwei Uhr früh zu einem Firmengelände im Stadtteil Donawitz gerufen worden sei, wo hunderte Teilnehmer einer Burschenschafter-Veranstaltung gefeiert hätten. Kurz nach dem Einsteigen hätten zwei Fahrgäste Nazi-Parolen gerufen. Der Taxilenker forderte die beiden daraufhin auf, sein Fahrzeug zu verlassen und verständigte die Polizei.

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Die Fahrgäste gingen zurück ins Veranstaltungsgelände, der Lenker hinterher. Laut seinen Schilderungen wurde er danach von mehreren Männern attackiert. Er sei zu Boden geschlagen und gegen Kopf sowie Oberkörper getreten worden. Dabei habe er Schürfwunden, Prellungen und Hämatome erlitten. Zudem sei er während des Angriffs mehrfach beschimpft worden.

Polizei bestätigt Vorfall

Die Polizei bestätigt dem "Standard" den Vorfall. Demnach laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie nationalsozialistischer Wiederbetätigung gegen mehrere bislang unbekannte Täter. Die Einvernahmen von Zeugen und Beteiligten seien noch nicht abgeschlossen. Das Opfer erlitt laut Polizei Verletzungen unbestimmten Grades.

Die Veranstaltung stand bereits im Vorfeld unter verstärkter Beobachtung der Behörden. Ob die mutmaßlichen Täter unter den Teilnehmern des Festes waren, ist nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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