Freundin anvertraut

Busfahrer zerrt Schülerin auf WC und vergewaltigt sie

Ein Schulbusfahrer packte eine Schülerin, zerrte sie auf eine Toilette und vergewaltigte sie. Nun musste er sich dafür vor Gericht verantworten.
André Wilding
18.06.2026, 22:10
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein Schulbusfahrer muss nach einem Urteil des Grazer Schöffengerichts für drei Jahre ins Gefängnis. Der 58-Jährige wurde am Mittwoch wegen der Vergewaltigung einer Schülerin schuldig gesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Laut Anklage kannte die Jugendliche den Mann seit Jahren, da sie regelmäßig mit seinem Schulbus unterwegs war. Zwischen den beiden habe ein Vertrauensverhältnis bestanden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Sie ist jeden Tag mit ihm im Schulbus gefahren. Sie hat ihm vertraut", wird Staatsanwältin Sophie Kickmayer vor Gericht in der "Kronen Zeitung" zitiert.

Auf Kaffee eingeladen

Auslöser für das spätere Treffen war laut Anklage eine Bitte der Schülerin. Sie habe den Busfahrer ersucht, sie bei der Schule zu entschuldigen, weil sie nicht am Nachmittagsunterricht teilnehmen wollte. Danach soll er sie auf einen Kaffee eingeladen haben, heißt es in dem Bericht weiter.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Bei einem Besuch auf einer Aussichtsplattform habe der Mann der Jugendlichen dann seine Liebe gestanden. "Kurz darauf, bei einem Besuch auf einer Aussichtsplattform, gestand er ihr seine Liebe. Er küsste und betatschte sie", führte die Staatsanwältin laut "Krone" aus.

Die Schülerin habe später angegeben, völlig geschockt gewesen zu sein und nicht reagieren zu können. "Sie sagte später aus, dass sie so ein Gefühl noch nie gehabt hatte. Sie war wie paralysiert", heißt es in der Tageszeitung weiter.

"Die Initiative ging allein vom Opfer aus"

Laut Anklage kam es auf dem Rückweg zum eigentlichen Verbrechen. Der Mann soll die Schülerin plötzlich in eine öffentliche Toilette gezerrt, die Tür versperrt und sie vergewaltigt haben.

Erst rund eine Woche später sprach die Jugendliche über das Erlebte. Weinend vertraute sie sich ihrer besten Freundin an, schreibt die "Krone".

Vor Gericht bestritt der Angeklagte die Vorwürfe. Seine Verteidigerin erklärte laut "Kronen Zeitung": "Die Initiative ging allein vom Opfer aus." Bereits an einer Bushaltestelle habe die Schülerin anzügliche Bemerkungen gemacht. Auch sexuelle Anspielungen seien ausschließlich von ihr ausgegangen.

DNA-Spuren auf Ohrring

Eine zentrale Rolle spielten DNA-Spuren des Mannes auf einem Ohrring der Jugendlichen. Die Verteidigung argumentierte, diese könnten durch Speichel beim Sprechen übertragen worden sein.

Das Schöffengericht glaubte der Schülerin und verurteilte den Steirer zu drei Jahren Haft – das Urteil ist nicht rechtskräftig.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 18.06.2026, 22:10
Jetzt E-Paper lesen