Der Regenbogen-Zebrastreifen vor der Karl-Franzens-Universität Graz ist Ziel eines Vandalenakts geworden.
Der Schutzweg war erst am 8. Juni in Regenbogenfarben gestaltet worden und sollte als sichtbares Zeichen für Vielfalt und Respekt im öffentlichen Raum stehen. Nun wurde er mutwillig mit schwarzer Farbe übermalt.
Für Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) ist der Vorfall mehr als bloße Sachbeschädigung.
"Wer einen Regenbogen-Schutzweg übermalt, setzt auch ein Zeichen gegen Menschen, die Diskriminierung erleben. Dieser Vorfall erfordert ein noch klareres Bekenntnis zu Respekt und gleichen Rechten für alle", so Schwentner.
Die Stadt reagierte rasch. Die Wiederherstellung des Schutzwegs wurde bereits veranlasst. Zudem wird der Vandalenakt zur Anzeige gebracht.
Betroffen zeigt sich auch die ÖH Uni Graz. Das Vorsitzteam mit Valentina Simschitz, Ida Edlinger-Pammer und Mary Weitzer ruft dazu auf, Queerfeindlichkeit aktiv entgegenzutreten.
Auch NEOS-Gemeinderat und Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl Philipp Pointner kritisiert die Tat scharf. Der Angriff zeige, dass Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie in Graz weiterhin existieren. Er fordert Respekt und die Möglichkeit eines stolzen Lebens für alle Menschen - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.