Salma Naddaf wurde es in Europa zu bunt. Die bekannte arabische Influencerin ist nach elf Jahren in Dänemark jetzt zusammen mit ihrem Ehemann und Kindern zurück nach Syrien "geflohen" – wegen Regenbogen-Fahnen in Schulen.
Es war "die schwerste Entscheidung meines Lebens", verkündet sie unter Tränen auf ihren Social-Media-Profilen.
Die 36-Jährige spricht auch über den Grund dieses radikalen Schritts: "Meine Kinder sollten nicht an einem Ort aufwachsen, dessen Sitten und Traditionen unseren fremd sind."
Bunte Pride-Flaggen an den Schulen ihrer Kinder hätten ihr gezeigt, dass sich Europa von "traditionellen Werten" entfernt hätte. Sie könne es "absolut nicht ertragen", dass ihre Kinder in dieser Umgebung aufwachsen, so die Syrerin.
Dennoch sei sie dankbar für die mehr als zehn Jahre, die Europa ihr Schutz vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat geboten habe. "Ich habe gelernt, tolerant zu sein – gegenüber allen Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft", erklärt sie gegenüber dem schwedischen Portal "Expressen". Demnach hat sie Europa bereits verlassen.
Im sicheren Dänemark konnte Naddaf zu einer der erfolgreichsten Influencerinnen des Landes werden. Mit arabischsprachigen Tipps zur Eigenheimdekoration und Bastel-Videos, oftmals mit religiösem Charakter, schaffte sie es in den letzten Jahren auf insgesamt mehr als zehn Millionen Follower.