Lehrerinnen und Lehrer in Wien sollen künftig fit in Sachen Wehrpolitik und (geistiger) Landesverteidigung werden. Ziel ist es, dass an jeder Schule zumindest eine Lehrperson sitzt, die sich bei sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen wirklich auskennt.
Wie es in einer Aussendung des Verteidigungsministeriums heißt, startete dazu in Kooperation mit der Bildungsdirektion Wien ein Ausbildungsseminar, das noch bis 23. Juni läuft. Der Kurs ist in sechs Module aufgeteilt. Diese finden abwechselnd an der Landesverteidigungsakademie und an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich statt.
Thematisiert werden unter anderem das geopolitische Umfeld Europas unter Berücksichtigung aktueller Krisenregionen, die Aufgaben und Fähigkeiten des Bundesheeres sowie seine Einbettung in die umfassende Landesverteidigung.
Weitere Inhalte sind internationale Organisationen und der Beitrag des neutralen Österreichs, Zivilschutz sowie Radikalisierungsprävention am Beispiel Wiens und Niederösterreichs. Auch staats- und wehrpolitische Bildung sowie das Informationsoffizierswesen sind Teil des Programms. Laut Aussendung ist das Interesse unter den Lehrkräften groß, zahlreiche Pädagogen nehmen am Ausbildungsangebot teil.
"Gerade in Zeiten wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen ist es entscheidend, jungen Menschen fundiertes Wissen über Staat, Demokratie und Landesverteidigung zu vermitteln. Lehrkräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle", erklärt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).
Mit dem Seminar will das Bundesheer seinen Auftrag erfüllen und die umfassende Landesverteidigung stärken, so Tanner. Dazu gehöre insbesondere die Vermittlung von Grundwerten wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die Aufgaben der Landesverteidigung geschärft sowie die Bereitschaft gefördert werden, die staatlichen und gesellschaftlichen Lebensgrundlagen Österreichs zu sichern.