Österreich

Soldaten retten sich nur knapp vor Felslawine

Bei den Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern in Oberkärnten ist es am Freitag zu einem tragischen Zwischenfall gekommen.
Heute Redaktion
13.09.2021, 19:04

Knapp 40 Pioniere des Bundesheeres waren im Lesachtal im Einsatz, um dutzende Bäume, die vom starken Föhnsturm entwurzelt und zum Teil auf Straßen geweht worden sind, zu beseitigen. Gegen 9 Uhr am Vormittag vernahmen sie ein lautes Geräusch, Steinbrocken rollten auf sie zu. Eine Felslawine hatte sich im steilen Gelände gelöst und hat sich auf die Gailtalstraße, wo die Soldaten mit Motorsägen arbeiteten, zubewegt.

Die jungen Männer konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen. Der Mannschaftstransporter wurde allerdings erwischt und dabei komplett zerstört.

Viel Felsbrocken sind von den umgefallenen Bäumen aufgehalten worden, einige sind aber mit voller Wucht auf die Straße gefallen. Die Soldaten mussten daraufhin den Einsatz beenden und zur eigenen Sicherheit den Rückzug antreten.

Murenabgänge befürchtet

Durch den anhaltenden Regen werden die Aufräumarbeiten in den von den Unwettern betroffenen Regionen wie dem Lesach-, Gail- und Drautal enorm erschwert. Hangrutschungen sind jederzeit möglich und gefährden die Einsätze. Im Lesachtal sind nach wie vor zehn Gehöfte von der Außenwelt abgeschnitten. Auch die Region Eisenkappel ist schwer von den Unwettern betroffen. Zahlreiche Haushalte müssen noch ohne Strom auskommen.

Im Video: Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß der Unwetter-Schäden:

(Quelle: YouTube/Bundesheer)

Prognose für das Wochenende

Am Samstag kann es in einem breiten Streifen von Kärnten und Osttirol hinauf bis ins Wald- und Weinviertel zunächst noch etwas regnen. Bald stellt sich aber landesweit trockenes Wetter ein, im Westen sind zudem ein paar sonnige Auflockerungen möglich. Im Osten und Süden bleibt es teils nebelig-trüb.

Der Sonntag beginnt in den Niederungen vielerorts mit Nebel. Im Tagesverlauf setzt sich an der Alpennordseite und im Osten bei lebhaft auffrischendem, föhnigem Südostwind die Sonne durch, zumindest vorübergehend gibt es aber auch von Osttirol bis zur Weststeiermark etwas Sonnenschein.

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(red)

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