Die "Eurofighter" von Red Bull Salzburg gegen die Wiener Austria, die unter Interimstrainer Thomas Letsch in zwei Spielen noch unbesiegt ist – um 14.30 Uhr steht am Sonntag ein echter Kracher in der heimischen Bundesliga auf dem Programm.
Für Letsch kommt es dabei zu einer Reise in seine eigene Vergangenheit – immerhin war er bei den Bullen fünf Jahre lang erfolgreich in unterschiedlichen Funktionen tätig. "Ich kenne jeden und lebe noch in der Ecke", gesteht der 49-jährige Deutsche im "Kurier"-Interview. "So gesehen ist es ein Stück heimkommen."
Im letzten Sommer galt Letsch noch als Topfavorit auf den Trainerjob bei den "Bullen", bis ihm im letzten Moment Marco Rose, der die U19 zum Youth-League-Triumph führte, vorgezogen wurde. "Marco macht einen sensationellen Job", gibt Letsch heute aber den fairen Sportsmann. "Es ist aber kein Geheimnis, dass ich weiterkommen wollte und mir Chancen auf den Job ausgerechnet habe." Die Absage hat der Deutsche aber längst verkraftet: "Ich war kurz enttäuscht, das gehört aber zum Geschäft dazu. Dafür habe ich jetzt eine sehr reizvolle Aufgabe."
Funkstille vor erstem direkten Duell
In der "Krone" erzählt Letsch, dass er mit Rose noch immer freundschaftlich verbunden ist: "Ich habe Marco zum Weiterkommen gegen Dortmund gratuliert." Vor ihrem ersten direkten Duell herrschte jetzt aber Funkstille, beide Trainer konzentrierten sich jeweils voll und ganz auf ihre eigene Mannschaft.
Letsch weiß, dass ihn am Sonntag eine echte Herkules-Aufgabe erwartet. Während die Bullen in der jüngeren Vergangenheit praktisch unbesiegbar erschienen, hat die Austria seit 15 Pflichtspielen nicht mehr gegen Salzburg gewonnen. Aber wie heißt es so treffend: Jede Serie findet mal ein Ende...
(red.)