Österreichs Parade-Alpinistin Gerlinde Kaltenbrunner steht kurz davor, sich einen Lebenstraum zu erfüllen und mit dem K2 den letzten der 14 Achttausender zu erklimmen. Bereits am Sonntag erreichte die Oberösterreicherin das Basislager des 8.611 Meter hohen Eisriesen in Pakistan.
"Dieser Berg übt eine so unbeschreibliche Anziehung auf mich aus, einzigartig, magisch", schwärmt die 39-jährige gelernte Krankenschwester vom K2, dem zweithöchsten Berg der Welt. Momentan befindet sich Kaltenbrunner gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann Ralf Dujmovits noch im Basislager auf rund 5.000 Meter Höhe, aber nach der Akklimatisierung soll der letzte "weiße Fleck" in ihrem persönlichen Gipfelbuch ausgefüllt werden.
Bereits zweimal am K2 gescheitert
Gelingt der Gipfelsturm wäre die Oberösterreicherin nach der Südkoreanerin Oh Eun Sun und der Spanierin Edurne Pasaban erst die dritte Frau auf allen 14 Achttausendern. Am K2 scheiterte die 39-Jährige aber bereits zweimal - 2007 und 2009 - am schlechten Wetter bzw. der Schneelage. Die Schlüsselpassage ist der sogenannte Flaschenhals in rund 8.300 Meter Höhe, wo überhängende Gletschertürme für eine hohe Eisschlaggefahr sorgen. Als es hier im August 2008 zu einem Eisabbruch kam, starben elf Alpinisten.
Beim bisherigen Weg zum Basislager lag laut Kaltenbrunner auch heuer "extrem viel" weiße Pracht. Von Islamabad reiste die Oberösterreicherin per Auto über Skardu nach Askole, von dort marschierte sie mit ihrem Team in mehreren Etappen zu Fuß ins Basislager.