Im Gespräch mit "Bunte" blickt Hansi Hinterseer (72) auf den wohl schmerzhaftesten Moment seiner Sportkarriere zurück. Während die Olympischen Winterspiele 2026 gestern, am 22. Februar, endeten, springt Hinterseer in die Vergangenheit und holt prägende Erinnerungen an die Oberfläche.
Vor Hansi die Menschen auf der Bühne als Sänger begeisterte, war er ein gefeierter Ski-Star: Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck galt der damals 21-jährige Tiroler als große österreichische Goldhoffnung im Ski-Zirkus. Doch eine schwere Schulterverletzung kurz vor dem Rennen zerstörte seine großen Träume – Hinterseer trat zwar an, musste aber aufgeben.
Was danach folgte, traf ihn tief: Statt Mitgefühl schlug ihm offene Ablehnung entgegen. "Die Leute haben mich angespuckt," erinnert sich der heutige Entertainer an die Reaktionen nach seinem Olympia-Aus.
Trotz der Demütigung stellte er sich der Öffentlichkeit und marschierte bei der Schlussfeier im Innsbrucker Stadion bewusst mit den Medaillengewinnern ein. Verstecken kam für ihn nicht infrage. Jahre später kehrte Hinterseer als gefeierter Sänger an denselben Ort, in dasselbe Stadion zurück – und fand dort seinen persönlichen Frieden mit der bittersten Niederlage seiner Laufbahn.
Heute, mit 72 Jahren ist er seinen Skiern immer noch treu und verbringt noch viel Zeit in den Bergen.