Wie ein Spaziergang sah die EM-Qualifikation für Deutschland aus: Zehn Siege in zehn Spielen stärkten der DFB-Elf den Rücken für die Euro 2012 in Polen un der Ukraine. Doch bei der Gruppen-Auslosung am Freitag in Kiew gab es lange Gesichter. Deutschland wurde in eine Hammergruppe mit Vizeweltmeister Niederlande, Dänemark und Portugal gelost.
Bereits die Auslosung hatte einiges an Brisanz zu bieten: Ausgerechnet Niederlandes Marco van Basten wählte die Deutschen mit einem Grinsen in die schwierigste aller vier EM-Gruppen. Van Basten war es, der die Deutschen im Jahr 1988 im EM-Halbfinale in Hamburg aus dem Turnier und Holland Richtung EM-Titel kickte. Deutschland-Trainer Jogi Löw wirkte im Publikum erst erstarrt, zeigte aber schnell wieder Fassung.
Für die DFB-Kicker bedeutet dies, dass sie sich für ihren "Geldregen" ganz schön ins Zeug legen müssen. Für einen Triumph am 1. Juli 2012 im Endspiel von Kiew würde der DFB 300.000 Euro pro Spieler ausschütten. "Wenn die Mannschaft bei der EM erfolgreich spielt, worauf wir alle hoffen, wollen wir das gerne honorieren", hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärt. Doch bei einem Gruppen-K.o. gingen die 23 Akteure von Teamchef Löw leer aus.
Österreichs WM-Qualifikationsgegner im Einsatz
Das Eröffnungsspiel findet am 8. Juni 2012 in Warschau zwischen Polen und Griechenland statt. Auch Abseits der Hammergruppe B verspricht die Euro 2012 einiges an Spannung. Auch wenn Österreich sich nicht für die Euro qualifiziert hat, so sollte Trainer Marcel Koller doch die Partien genau im Auge behalten. Immerhin kann der Schweizer Österreichs WM 2014-Qualifikationsgegnern Deutschland, Schweden und Irland genau auf die Füße schauen.
Gruppe A: Polen (Gastgeber), Griechenland, Russland, Tschechien
Gruppe B: Niederlande, Dänemark, Deutschland, Portugal
Gruppe C: Spanien (Titelverteidiger), Italien, Irland, Kroatien
Gruppe D: Ukraine (Gastgeber), Schweden, Frankreich, England