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Rot, Braun, Blau! So schädlich sind Haarfarben wirklich

Chemische Haarfärbemittel werden gerne schlecht geredet und als schädlich bezeichnet. Ist da was Wahres dran? Eine Studie deckt auf.

Nadja Masoner
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Seit jeher wird gewarnt, dass Haarfärbemittel - vor allem chemische Produkte für den Hausgebrauch - das Krebsrisiko steigern. Mittlerweile hat sich die Zusammensetzung der Farben allerdings geändert und die Warnungen soll längst überholt sein. Ganz falsch, sind sie aber dennoch nicht.

Neue Studie

In den USA fanden Forscher, durch die größte Studie in diesem Bereich, für die Daten von 117.200 Personen ausgewertet wurden, heraus, dass kein Krebsrisiko besteht. Doch es gibt Ausnahmen. Hormonrezeptor-negativer Brustkrebs und Eierstockkrebs sind die Risiken, die man beim Färben eingeht. Zudem kann bei dunkelhaarigen Personen eine Erkrankung des Limbischen Systems auftreten. Bei Hellhaarigen ist Basalzellkarzinome (Hautkrebs) nicht als Risiko auszuschließen. Doch jene Mittel die in der EU erhältlich sind, sollen laut europäischer Kommission sicher sein. Über den Inhaltsstoff Amine, muss aber noch weiter geforscht werden.

Allergien und weitere Nebenwirkungen

Ein anderes Risiko ist eine Allergie gegen ein Haarfärbemittel. Dies kann bis zu einem anaphylaktischen Schock führen. Stoffe wie Resorcin, Paraphenylendiamin oder Sulfate können diese Reaktionen auslösen. Das enthaltene Ammoniak soll die schützende Schuppenschicht beseitigen, sodass die Farbpigmente leichter und besser eindringen können, dies hat aber Folgen und macht unsere Kopfhaut leichter zugänglich für Schadstoffe. Auch ein Jucken oder eine kurze Hautrötung können auftreten – hier sollte die Farbe umgehend ausgewaschen werden. 

Nicht waschen! Tipps und Tricks zum Haarefärben

    Zwei Tage vorher, solltest du deine Haare nicht waschen, da die natürlichen Fette, die Kopfhaut, dann beim einfärben Schützen.
    Zwei Tage vorher, solltest du deine Haare nicht waschen, da die natürlichen Fette, die Kopfhaut, dann beim einfärben Schützen.
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    Natürliche Haarfarben

    Als Alternative gibt es natürliche Haarfarben. Dazu wird sehr oft und gerne Henna verwendet, oder Kamille und Indigo. Doch auch auf diese natürlichen Mittel kann man jedoch allergisch reagieren. Sie haben aber auch Vorteile und schädigen unsere Haare nicht so sehr, wie chemische Färbemittel. Da sie keine künstlichen Chemikalien enthalten, wirken sie wie ein Schutzfilmpflegen so das Haar und verleihen ihm sogar einen frischen Glanz. Ein Nachteil dieser Mittel ist die Farbintensität. Man muss entweder öfters nachfärben, bis man das gewünschte Ziel erreicht hat, oder sich damit abfinden, dass es dezenter ausfällt. Eine Aufhellung ist mit natürlichen Mitteln leider nicht möglich.

    Henna ist eine natürliche Haarfarbe.
    Henna ist eine natürliche Haarfarbe.
    Getty Images/iStockphoto
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