Neue Corona-Mutation bringt mehr Kranke ins Spital

Während in Österreich die Hospitalisierungen aufgrund des Coronavirus wieder zurück gehen, haben die Subvarianten BA.4 und BA.5 in Südafrika Fahrt aufgenommen.
Während in Österreich die Hospitalisierungen aufgrund des Coronavirus wieder zurück gehen, haben die Subvarianten BA.4 und BA.5 in Südafrika Fahrt aufgenommen.Friso Gentsch / dpa / picturedesk.com
Die Varianten BA.4 und BA.5 steigen in Südafrika exponentiell an und sorgen für ein Steigen der Spitalszahlen. Erste Fälle auch in Österreich.

"Die fünfte Welle ist angekommen. Passt auf euch auf!", warnte vor einigen Tagen das Centre for Epidemic Response and Innovation (CERI) im südafrikanischen Stellenbosch.  Seit Mitte März steigen in der Republik die Zahlen der Neuinfektionen wieder exponentiell an und mittlerweile haben die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 alle anderen Mitstreiter komplett verdrängt.

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"Zusammenfassung von BA.4 & BA.5 in Südafrika: 100 Prozent der Infektionen", schrieb Virologe Tulio de Olivieirajetzt auf Twitter. Der Wissenschaftler leitet nicht nur das CERI, sondern wurde auch durch das Aufspüren der Beta- und Omikron-Varianten bekannt.

Südafrika sei damit nach der Ursprungsvariante, Beta, Delta und Omikron BA.1 & BA.2 bei der fünften Welle angekommen. Auffällig sei vor allem die doch sehr hohe Positivitätsrate, obwohl sehr wenig getestet werde. Und seit gut zwei Wochen steigt nun auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den Spitälern wieder: "Die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt, ist derzeit aber immer noch deutlich niedriger als bei früheren Varianten." Doch die Welle hätte gerade erst begonnen, betont de Oliveira.

Abnehmende Immunität lässt Zahlen steigen

Aber warum verläuft der Anstieg der Fälle jetzt trotz der BA.1-Welle so exponentiell? Für Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin, sieht den Grund dafür in der wieder abnehmenden Immunität der Bevölkerung nach den Infektionen mit den ersten beiden Omikron-Varianten. 

Doch eine gewisse Immunität dürfte dennoch vorhanden sein, denn sein Kollege in Südafrika, Tulio de Oliveira, geht davon aus, dass der milde Verlauf der vierten Welle und jetzt wohl auch der fünften Welle auf die hohe Immunität der südafrikanischen Bevölkerung zurückzuführen sei.

Fälle in drei österreichischen Bundesländern

Beide Subvarianten wurden mittlerweile auch in Österreich nachgewiesen. Die Stadt Wien meldete bereits in der Kalenderwoche 16, also zwischen 18. und 24. April, 24 Fälle der Variante BA.4 und einen Nachweis von BA.5. Auch in der Steiermark und in Salzburg wurden einzelne Fälle identifiziert. Das bundesweite Abwasser-Monitoring hat bisher keine Hinweise der Virusvarianten ergeben.

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