Eigentlich hätte Tabellenführer Barcelona den Dauer-Rivalen Real Madrid am Samstag zum Liga-Showdown im Camp Nou empfangen sollen.
Doch Unruhen nach der Verurteilung von katalanischen Separatisten und eine angekündigte Großdemonstration machen eine Durchführung des Clasicos unmöglich. Aufgrund der angespannten politischen Situation werden Proteste befürchtet. Barca verkörpert die spanische Unabhängigkeitsbewegung, dem steht Real als "königlicher" Klub gegenüber.
Deshalb hatten sich der spanische Verband RFEF und beide Klubs auf eine Verschiebung geeinigt. Das Spiel wurde am 18. Dezember angesetzt.
Nun durchkreuzt allerdings die spanische Liga die Verlegungs-Pläne. Der Ligaverband LFP erklärte am Donnerstag, vor einem ordentlichen spanischen Gericht und dem Sport Council Beschwerde einzulegen.
Die Liga hatte sich für den 7. Dezember ausgesprochen. Die da bereits angesetzten Partien Real gegen Espanyol Barcelona und Barca gegen Real Mallorca hätte auf den 4. Dezember vorverlegt werden sollen.
Im offiziellen Statement erklärte die Liga, verschobene Spiele müssten ehestmöglich nachgeholt werden. Außerdem befürchtet die Liga bei einem Spieltermin am Mittwochabend deutliche Einbußen bei TV-Einnahmen. So wurde der ursprünglich für den 26. Oktober angesetzte Clasico ja bereits mit Anstoß um 13 Uhr geplant. Zur perfekten Prime-Time-Sendezeit in Asien.