Bei einer Ausstellung zum dritten Jahrestag der Terroranschläge der Hamas auf Israel im EU-Parlament in Straßburg kam es zu einem Eklat. Die französische EU-Abgeordnete der Linken-Fraktion, Rima Hassan, soll die Flaggen Israels und der EU auf den Boden geworfen haben, berichtet die "Krone" unter Berufung auf Aufnahmen.
Einer Stellungnahme von Hassans Fraktion zufolge habe sie nur die israelische Flagge aus ihrer Halterung entfernt, dass die EU-Flagge dabei umgefallen ist, sei ein Versehen gewesen. Des Weiteren wurde betont, dass keine Fahne "mit Füßen getreten oder beschädigt" worden sei.
Die Linken-Abgeordnete stamme selbst aus Palästina und habe gegen den Völkermord der israelischen Regierung protestieren wollen. Die Opfer des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 habe die EU-Abgeordnete damit nicht angreifen wollen.
Seitens der EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola wurde versichert, dass man den Vorfall "äußerst ernst" nehme. Es würden "alle geeigneten Schritte" gemäß der Verfahren des EU-Parlaments eingeleitet werden.
Die Kritik aus Israel ließ nicht lange auf sich warten. Für Außenminister Gideon Saar sei der Vorfall "beschämend, empörend, aber leider nicht überraschend". Auch aus dem eigenen Land gab es eine Schelte für Hassan. So sprach der französische, konservative Abgeordnete Francois-Xavier Bellamy von einer "Form der Mittäterschaft" mit Personen, die "den antisemitischen Hass" in Europa wieder einführen wollen.
Kritische Stimmen meldeten sich auch hierzulande zu Wort. Die österreichischen EU-Abgeordneten Reinhold Lopatka (ÖVP), Lukas Mandl (ÖVP), Andreas Schieder (SPÖ), Hannes Heide (SPÖ) und Helmut Brandstätter (Neos) verurteilten die Aktion in einer gemeinsamen Aussendung.
Sie stellten sich klar gegen Antisemitismus und betonten, dass das Existenzrecht Israels nicht infrage gestellt werden dürfe. Gleichzeitig wies man auf die historische Verantwortung Österreichs in diesen Fragen.