Linz bekommt zwei neue "Blitzer" um 145.000 Euro

Zwei neue Radarboxen sollen ab Herbst in der Linzer Innenstadt stehen. 
Zwei neue Radarboxen sollen ab Herbst in der Linzer Innenstadt stehen. Picturedesk
Um Rasern entgegen zu wirken bekommt die Linzer Innenstadt jetzt zwei neue "Blitzer". Auch eine neue Radarkamera ist geplant. 

Erst vor kurzem sorgten wie berichtetzwei beschmierte Radarboxen für Aufregung und viel Gesprächsstoff. Unbekannte besprühten die "Blitzer" mit Farbe und machten sie praktisch blind. "Das kommt immer wieder einmal vor. Aber in der Regel ist das eher bei neu aufgestellten Geräten der Fall", so Heinz Felbermayr, Leiter der Linzer Verkehrspolizei, damals zu "Heute".

Und genau das wird im Herbst wieder Thema. Denn in der letzten Stadtsenatssitzung vergangenen Donnerstag wurden zwei neue Radarboxen für die Linzer Innenstadt beschllossen. Diese fix installierten Kästen sollen im Bereich Dametzstraße/Humboldtstraße und im Bereich Dinghoferstraße/Elisabethstraße aufgestellt werden.

Erst im April diesen Jahres hatte ein fürchterlicher Unfall mit zwei Todesopfern die Linzer geschockt. Bei der Kreuzung Humboldtstraße/Bürgerstraße hatte ein Raser (24) mit seinem Motorrad einen E-Scooter-Fahrer (26) mit voller Wucht gerammt. Der Biker war vor der Polizei geflohen und hatte bei der folgenden Amokfahrt den 26-Jährigen erwischt. Beide erlagen noch vor Ort ihren schweren Verletzungen (wir berichteten).

Rasche Entschärfung erwartet

Aus wirtschaftlichen Gründen ist nicht jede Box auch mit einer Radarkamera besetzt. Die Standorte wechseln ständig, wie auch Felbermayr bestätigt. 

Neben den beiden Gehäusen ist auch angedacht eine weitere Kamera anzukaufen. Gesamtkosten für die beiden Gehäuse Gehäuse plus die Kamera: 145.000 Euro. Die Installation der beiden Boxen sollen etwa 78.000 Euro kosten. Für die Kamera wären dann noch 67.000 Euro fällig.  

Die Maßnahmen wurden von den städtischen Fachdienststellen in Zusammenarbeit mit der Polizei gesetzt und am 9. September im Stadtsenat beschlossen, schreibt die Stadt Linz auf seiner Homepage.

Dort werden auch Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Verkehrsreferent Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) zitiert. Bei de sind sich einig und sagen: „Die Sicherheit der Linzerinnen und Linzer ist uns ein großes Anliegen. Deshalb haben wir uns entschlossen, zwei weitere Radargeräte im Herzen unserer Stadt zu installieren. Wir erwarten uns von dieser Maßnahme eine rasche Entschärfung sogenannter Raserstrecken. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass neue Radargeräte sehr rasch zu einem zufriedenstellenden Ergebnis und damit zu mehr Verkehrssicherheit führen."

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