2:3! Austria kassiert gegen Sturm zweite Saison-Pleite

Die Austria steckt in der Krise! Gegen Sturm setzte es daheim eine 2:3-Pleite, die zweite in der Liga in Serie. Damit liegt man punktelos auf Platz zehn.

Hitzeschlacht im Happel-Oval – mit dem besseren Ende für Sturm. Bei 32 Grad setzten sich die "Blackys" gegen die Austria mit 3:2 (1:0) durch. In der Tabelle liegen die Grazer nun mit sechs Punkten aus zwei Spielen in Front. Die "Veilchen" rutschten vor dem Derby gegen Rapid (So.) ans Tabellenende.

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Austria-Coach Thorsten Fink baute seine Startelf im Vergleich zum mageren 0:0 gegen Limassol erneut um. Christoph Monschein bekam am linken Flügel den Vorzug gegenüber Ismael Tajouri, der es nicht einmal in den Kader schaffte. Thomas Salamon verteidigte statt Christoph Martschinko, David de Paula ersetzte den angeschlagenen Jens Stryger Larsen.

Auf der Gegenseite vertraute Franco Foda einer blutjungen Innenverteidigung. Charalampos Lykogiannis musste kurzfristig w.o. geben – Patrick Puchegger (22) kam zu seinem Debüt. Neben ihm: der erst 17-jährige Dario Maresic.

Mühsamer Beginn

Die Partie begann vor 6.172 Zuschauern schleppend. Eine Folge der Europacup-Partien vom Donnerstag und der sengenden Hitze. Raphael Holzhauser prüfte Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl mit einem Fernschuss aus 30 Metern (10.), wenig später scheiterte De Paula am Keeper (12.).

Besser zielten die Grazer, die mit der ersten richtig guten Chance in Front gingen: Neuzugang Thorsten Röcher tankte sich auf links durch (De Paula und Heiko Westermann agierten zu fahrlässig), spielte einen Querpass, den Philipp Huspek aus kurzer Distanz versenkte – 1:0 (33.).

Die Austria erholte sich rasch, drängte auf den Ausgleich. Erst scheiterte Kevin Friesenbichler am Außennetz (35.), einen Kopfball von Felipe Pires kratzte Röcher von der Linie (39.).



Sturm legt Treffer nach


Nach dem Wechsel änderte sich am Spielgeschehen vorerst wenig. Der Austria fehlten die Ideen, Sturm lauerte auf Konter. Ein solcher führte zum 2:0. Alex Grünwald scheiterte mit einem Kopfball aus wenigen Metern (55.), quasi im Gegenzug enteilte Huspek der violetten Abwehr, spielte von rechts einen Stanglpass, den Peter Zulj zur vermeintlichen Vorentscheidung über die Linie drückte (56.).

Sturm konzentrierte sich in der Folge aufs Verteidigen – und kam in Bedrängnis. Ein Friesenbichler-Kopfball klopfte an der Oberkante der Latte an (63.), die "Blackys" ließen ihrerseits hochkarätige Konterchancen ungenützt.

Turbulentes Finish

Entgegen dem Spielverlauf wurde es im Finish noch einmal richtig spannend. Erst verkürzte Zulj per Eigentor auf 1:2 (83.). Die Austria jubelte erstmals seit über 370 Minuten wieder über einen Treffer. Keine drei Minuten später stellte Sturm den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. "Joker" Romano Schmid nutzte einen schrecklichen Patzer von "Veilchen"-Goalie Osman Hadzikic zum 3:1 (86.). Die Austria kam noch ein letztes Mal heran. Holzhauser verkürzte per Foul-Elfmeter auf 2:3 (88.). Dabei blieb es aber.

Austria in der Krise

Die Austria verpatzte damit die Generalprobe für das Europa-League-Quali-Rückspiel gegen Limassol (Mi.). Kommenden Sonntag steht zudem das Derby gegen Rapid auf dem Programm. Auf Trainer Fink und die Mannschaft wartet eine arbeitsintensive Woche.

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(wem)

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