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2:1 gegen Belgier! Italien schießt sich ins Halbfinale

Italien steht im EM-Halbfinale! Die Österreich-Bezwinger setzten sich in einem packenden Viertelfinale in München gegen Belgien mit 2:1 durch.
Phillip Platzer
02.07.2021, 20:29
olympia live
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Nicolo Barella (31.) und Lorenzo Insigne (44.) hatten die Squadra Azzurra vor 14.000 Zuschauern in der Allianz Arena bereits mit 2:0 in Front geschossen. Romelu Lukaku war in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs nur noch der Anschlusstreffer vom Elfmeterpunkt gelungen (45+2.).

Damit bekommt es das Team von Roberto Mancini im ersten Halbfinale am Dienstag (21 Uhr) in London mit Spanien zu tun. Die Iberer hatten sich am Freitag erst im Elfmeterschießen gegen die Schweiz durchgesetzt.

Italien geht mit 2:0 in Front

In einer offen geführten Anfangsphase hatten die Azzurri bereits in der 13. Minute über den vermeintlichen Führungstreffer gejubelt. Nach einer Hereingabe von Insigne war Leonardo Bonucci zur Stelle gewesen, hatte den Ball über die Linie gedrückt. Allerdings aus Abseitsposition. Der Video-Referee gab das Tor nicht.

Doch in der 31. Minute zählte der Treffer dann. Nach Zuspiel von Marco Verratti hatte sich Nicolo Barella im belgischen Strafraum durchgetankt, via Innenstange zur verdienten 1:0-Führung für die spielbestimmenden Italiener eingeschossen. Belgien-Keeper Thibaut Courtois war ohne Abwehrmöglichkeit.

Federico Chiesa hatte mit einem Abschluss aus gut 20 Metern den zweiten Treffer der Azzurri verpasst (40.). Der gelang Insigne in der 44. Minute. Der Napoli-Torjäger nahm von der Strafraumgrenze Maß, zwirbelte den Ball sehenswert ins lange Eck – 2:0.

Belgien verkürzt

Die Belgier hatten sich zu Beginn aufs Konterspiel verlegt. Kevin de Bruyne (22.) und Lukaku (26.) hatten Italien-Schlussmann Gianluigi Donnarumma mit platzierten Abschlüssen zu Glanzparaden gezwungen. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war der ehemalige Milan-Keeper machtlos gewesen, hatte Lukaku die "Roten Teufel" per Elfmeter auf 1:2 herangebracht (45+2.). Zuvor war Jeremy Doku im Laufduell mit Giovanni di Lorenzo zu Boden gegangen.

Nach dem Seitenwechsel hatte sich der Weltranglisten-Erste allerdings schwer getan, ins Spiel zu finden. Die Italiener waren weiterhin das aktivere Team. Gefährlich wurden die Belgier nur nach Ballverlusten, blieben im Konter aber oft harmlos. Auch weil Lukaku in der 61. Minute die Riesenchance zum Ausgleich liegen ließ. Den Abschluss des Inter-Stürmers nach einem Stanglpass von De Bruyne hatte Leonardo Spinazzola noch von der Linie gekratzt. Eine Flanke von Nacer Chadli verfehlte Lukaku nur um Zentimeter (69.).

Auf der Gegenseite verpassten die Italiener die Entscheidung. Der mit nach vor geilte Spinazzola hämmerte den Ball in der 66. Minute per Volley am belgischen Tor vorbei.

Die Schlussphase war durch Verletzungen und Unterbrechungen dann zerfahren. Chadli (72.) und der starke Spinazzola (77.) hatten ausgetauscht werden müssen. Das raubte den Belgiern den Spielfluss. Doku fehlte in der 84. Minute ein knapper Meter. Ein De-Bruyne-Freistoß brachte nichts ein (95.). Damit war der italienische Aufstieg besiegelt. 

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