Mit einem wunderschönen Distanztreffer hatte Tomi Horvat Österreichs Meister am dritten Spieltag der Europa League in der 15. Minute mit 1:0 in Front geschossen, die Steirer vom sensationellen Auswärtssieg träumen lassen. Doch der Druck des schottischen Spitzenklubs wurde zu groß, Liam Scales (61.) und Benjamin Nygren (64.) drehten die Partie nach einigen hochkarätigen Torchancen der Gastgeber in gerade einmal drei Minuten. Dem hatte Sturm nichts mehr entgegenzusetzen. Auch, weil Tochi Chukwuani in der 70. Minute für ein Foul mit dem gestreckten Bein Rot sah.
Für Celtic war es der erste "Dreier" der Europa-League-Saison, die Schotten halten nun bei vier Punkten, während Sturm weiterhin drei Punkte auf dem Konto hat.
Im "Paradise" von Glasgow gelang Österreichs Meister der Traumstart. Horvat nahm in der 15. Minute aus gut 20 Metern Maß und zwirbelte den Ball sehenswert mit seinem starken linken Fuß ins Kreuzeck – ein echter Traum-Treffer des Slowenen, der die Grazer im Celtic Park jubeln ließ.
Und die zu Beginn verhaltenen Schotten aufweckte. Zunächst musste Emanuel Aiwu in höchster Not den Kopfball von Arne Engels klären (32.), Nygren setzte seinen Kopfball in der 41. Minute nur um Zentimeter am Sturm-Tor vorbei, genauso wie seinen Kopfball-Abschluss in der 58. Minute.
Danach folgte eine echte Drangperiode der Schotten, die das Ergebnis in nur drei Minuten drehten. Erst stellte Liam Scales in der 61. Minute nach einer schnellen Celtic-Ecke auf 1:1, ehe Nygren in der 64. Minute nach einem weiteren blitzschnell abgespielten Corner und dem Zuspiel von Engels an der zweiten Stange nur noch den Fuß hinhalten musste – 2:1. Matteo Bignetti im Sturm-Tor – er vertrat den verletzten Stammkeeper Oliver Christensen – war in beiden Fällen ohne Abwehrmöglichkeit geblieben.
Sturms Antwort blieb aus. Auch, weil sich die Grazer in der 70. Minute schwächten, Chukwuani für ein Einsteigen gegen Callum McGregor eine rote Karte sah. Die Schotten versuchten, das dritte Tor nachzulegen, doch Nygren verpasste in der 85. Minute seinen Doppelpack, Bignetti parierte. Genauso wie in der fünften Minute der Nachspielzeit gegen Johnny Kenny.