Meister bleibt Leader

5:2! Sturm zerlegt Austria nach Horrorstart in Wien

Titelverteidiger Sturm sichert zum Start der Meisterrunde die Tabellenführung mit einem fulminanten 5:2 bei der Wiener Austria ab.
Sport Heute
15.03.2026, 18:54
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Verkehrte Welt am Verteilerkreis! Nach 32 Sekunden jubelte die Austria am Sonntag im Topspiel des ersten Meisterrunden-Spieltags gegen Sturm mit 1:0, blieb auch nach dem raschen Ausgleich spielbestimmend. Zuletzt hatten die "Veilchen" seit sieben Spielen nicht mehr gegen die Steirer verloren. Und doch sollten sie trotz Traumstarts, guter Leistung und der Serie in ein Heim-Debakel schlittern.

Die "Blackys", angeführt von Topstar Otar Kiteishvili drehten den Ligahit und siegten in der ersten Runde der Meistergruppe mit 5:1. Damit hat der amtierende Meister an der Spitze drei Punkte Vorsprung auf den LASK und Rapid, das sich in Salzburg 1:0 durchgesetzt hatte. Die Austria ist als Fünfter nur vier Zähler hinter Sturm.

Dabei schielten die Gastgeber unmittelbar nach Spielbeginn sogar noch auf Platz eins. Startelf-Debütant Matteo Schablas gelang der Traum-Endstand, sorgte mit dem Blitz-Tor für das 1:0. Filip Rozga hatte die schnelle Antwort (6.). Die Austria drückte auf das erneute Führungstor, das stattdessen mit dem Pausenpfiff auf der Gegenseite fiel: Ein Geniestreich von Kiteishvili (45.+1) sollte sich als Wirkungstreffer entpuppen.

In Minute 55 folgte die entscheidende Szene: Tin Plavotic stieg Kiteishvili auf den Fuß – Gelb-Rot und Elfmeter. Den Strafstoß verwandelte der Gefoulte zum 3:1 (55.). Ryan Fosso (61.) und ein skurriles Eigentor von Aleksandar Dragovic (66.) sorgten für klare Verhältnisse.

Die Stimmen

Johannes Eggestein (Austria): "Da kam heute vieles zusammen. Wir haben in der ersten Halbzeit verpasst, nochmal in Führung zu kommen. Wir haben in den entscheidenden Momenten nicht zugeschlagen. Es war ein bitterer Spielverlauf für uns. Insgesamt in der zweiten Halbzeit sehr bitter für uns gelaufen. Das 3:1 mit der gelb-roten Karte – das hat uns einen Knacks gegeben. Da müssen wir kompakter bleiben. Was man der Mannschaft nicht vorwerfen kann, ist, dass wir nicht weitergekämpft hätten. Wir hatten aber schon viel schwierigere Situationen in dieser Saison, die wir gemeistert haben."

Otar Kiteishvili (Sturm): "Fünf Tore erzielt man auswärts nicht oft. Wir hatten durch das Tor vor der Pause das Momentum. Entscheidend war dann auch der Elfmeter zum 3:1. Danach hatten wir natürlich sehr viel Raum, die Austria musste ins Risiko gehen."

Kiteishvili über den Titelkampf: "Wir werden wahrscheinlich nicht alle zehn Spiele in der Meistergruppe gewinnen aber es ist wichitg, am Ende oben zu stehen."

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch bleibt trotz des Sieges kritisch: "Mich hat geärgert, dass wir in der ersten Hälfte in den alten Trott verfallen sind. Das ärgert mich einfach, weil wir unser Potenzial nicht ausschöpfen. Wir haben nicht alles abgerufen und 5:2 gewonnen, das ist auch das Schöne. Ich hoffe, dass wir hungrig bleiben und auch die Performance nach oben schreiben."

Ingolitsch über Kiteishvili: "Otar ist einfach unser Unterschiedsspieler. Er ist gemacht für solche Topspiele."

Austria-Trainer Stephan Helm: "Wir haben uns für die zweite Hälfte viel vorgenommen und dann gleich die Gelb-Rote und das Gegentor. Dann haben wir uns erst wieder nach zehn Minuten gefangen. Eigentlich zeichnet uns aus, dass wir über 90 Minuten sehr stabil unsere Leistung bringen. Das ist uns heute mit der Gelb-Roten nicht gelungen."

Turbulent auch die Schlussphase: Paul Koller (77.) sah für ein gefährliches Foulspiel Glattrot. Manfred Fischer stellte per Weitschuss den 2:5-Endstand her.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 15.03.2026, 20:39, 15.03.2026, 18:54
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