Sportlich hatten die grün-weißen Abwehrtürme Serge-Philippe Raux-Yao und Nenad Cvetkovic am Sonntag alles im Griff. Das Innenverteidiger-Duo von Rapid ließ gegen Salzburg kaum was zu und hielt so zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit gegen den entthronten Serienmeister die Null.
Die Hütteldorfer siegten zum Start der Meisterrunde 1:0 – wie schon zum Abschluss des Grunddurchgangs. Damit gewannen die Wiener erstmals seit 2015 in Salzburg und sind plötzlich mittendrin im Meisterrennen.
Zum Beginn der zweiten Halbzeit unterlief Raux-Yao und Cvetkovic ein Hoppala, das für reichlich Verwirrung und Schmunzler sorgte, selbst bei Kollegen wie Rapids Lukas Grgic. Schiedsrichter Markus Hameter verwunderte, als er die beiden Abwehrspieler zum Leiberltausch aufforderte.
Warum? Dem Referee war aufgefallen, was man so im Profifußball noch nicht oft gesehen hatte: Die beiden Rapidler hatten jeweils das Shirt des anderen übergestreift. Während sich die beiden im eigenen Sechzehner entkleiden mussten, konnte sich Grgic beim Anblick der skurrilen Szene ein Lachen nicht verkneifen.
Wenig später passierten die entscheidenden sportlichen Momente: Joane Gadou zog die Notbremse und sah Rot (67.). Den folgenden Freistoß versenkte Matthias Seidl unter Mithilfe der abfälschenden Mauer zum späteren Goldtor (70.).
Der Hintergrund des Verwirrspiels um die Shirts von Raux-Yao und Cvetkovic blieb indes rätselhaft.