Lizenz-Entzug: Präsidentin verteilt "Glückwünsche"

Zweitligist SC Wiener Neustadt stürzt ins Chaos. Den Niederösterreichern wurde die Bundesliga-Lizenz entzogen. Präsidentin Putzenlechner ist fassungslos.
Dunkle Wolken ziehen über Wiener Neustadt auf. Dem Zweitliga-Siebten wurde nach den Aussagen des ehemaligen Trainers Gerhard Fellner rückwirkend die Spielgenehmigung für die Saison 2019/20 entzogen. Der Senat 5 der Bundesliga konnte Verstöße gegen die Lizenzbestimmungen feststellen.

Gegen die Entscheidung kann der Klub noch innerhalb von acht Tagen einen Protest einbringen. Wird der abgewiesen, müssen die Niederösterreicher am Saisonende aus der zweithöchsten Spielklasse absteigen.

Putzenlechner: "Glückwunsch"



CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Klub-Präsidentin Katja Putzenlechner zeigte sich nach der Entscheidung geschockt. "Glückwunsch an alle, die in den letzten Tagen, Wochen und Monaten daran gearbeitet haben, den Verein zu ruinieren. Sie haben es jetzt geschafft", so die Präsidentin zur NÖN. "Wir lassen uns alle Möglichkeiten in alle Richtungen offen", erklärte Putzenlechner das weitere Vorgehen. Innerhalb der nächsten 72 Stunden soll eine Entscheidung fallen.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der am 1. Mai entlassene Coach Gerhard Fellner. Er erklärte, seit November kein Gehalt erhalten zu haben, genauso wie einige Spieler. Der Trainer sei allerdings von Putzenlechner gebeten worden, zu unterschreiben, dass keine Lohnzahlungen offen seien, "um den Lizenzantrag stellen zu können. Wir würden unser Geld zeitnah erhalten, es kam aber nicht. Ich unterschrieb dennoch zum Wohl des Klubs", so Fellner. Diese Darstellung hatte der Klub zurückgewiesen.

Falschaussagen festgestellt



"Wir haben mehrfache Falschangaben des Klubs im Rahmen des Lizenz- und Zulassungsverfahrens festgestellt. Diese betreffen zwingend zu erfüllende Kriterien und damit entfällt die Grundlage für die positive Beurteilung und war die Lizenz und die Zulassung für die kommende Saison rückwirkend zwingend zu entziehen", erklärte der Senatsvorsitzende Thomas Hofer-Zeni das Vorgehen. (wem)

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