Ein ÖFB-Legionär schaffte es in Deutschland in die "kicker"-Elf des neunten Spieltages. Doch nicht etwa Konrad Laimer oder Marcel Sabitzer – sondern Köln-Routinier Florian Kainz sorgte am Wochenende mit einer Topleistung für Furore.
Der 33-Jährige stand beim 4:1 gegen den HSV erstmals in dieser Saison in der "Effzeh"-Startelf, erzielte per Traumfreistoß das zwischenzeitliche 2:0. Der Ex-Rapidler glänzte im Mittelfeld als Denker und Lenker.
Trainer Lukas Kwasniok lobte Kainz nach der Partie. "Ich habe mich dazu entschlossen, mit einem Zielspieler und einem Tiefgänger zu beginnen. Dann hilft es, wenn du so einen spielintelligenten Spieler wie Kainz im Kader hast. Diese Ausrichtung wählen wir selten, aber wir wollten diese Drei-Zwei-Situation im Mittelfeld herstellen – da war Kainz der perfekte Mann dafür."
Der ÖFB-Legionär kickt seit 2019 in Köln, hat 197 Partien für die "Geißböcke" in den Beinen. Der einstige Kapitän kommt mittlerweile meist als "Joker" zum Einsatz – daran wird auch der Gala-Auftritt wenig ändern. "Er wird nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten gehen können", sagt Kwasniok.
Kainz, der sein Kapitänsamt verloren hat, nimmt seine "Joker"-Rolle an. "Es ist eine neue Situation. Wir haben guten Erfolg, ich versuche, da mein Bestes zu geben – egal in welcher Rolle. Ich glaube, ich habe diese Rolle gut angenommen. Es war immer klar kommuniziert, wie die Situation ist."