Coronavirus

So weit müssen Zahlen sinken bis zur neuen Normalität

Der Lockdown wird bis 24. Jänner verlängert, die Möglichkeit des Freitestens wird es nicht geben. Die Corona-Zahlen sind nach wie vor viel zu hoch.
André Wilding
04.01.2021, 08:25

Das Lockdown-Ende mit 18. Jänner ist Geschichte! Ausgangsbeschränkungen und Geschäfte-Shutdown bleiben weiter aufrecht. Das hat die APA aus Regierungskreisen erfahren. Die Opposition lehnt den Plan zum "Freitesten" ab, damit werden Handel, Gastronomie, Tourismus und wohl auch Schulen erst am 25. Jänner öffnen.

Und selbst nach dem dritten "harten" Lockdown wird man die Entwicklung der Corona-Zahlen in Österreich genau im Auge behalten müssen. Dabei geht es vor allem um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - und die ist momentan noch viel zu hoch.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Es ist noch einiges zu tun"

"Wir gehen von dieser 7-Tage-Inzidenz von 50 aus", stellte Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl am Sonntag in der "ZiB 2" klar. Dieser "absolute Grenzwert" wurde neben Österreich auch von Deutschland definiert. Von diesem Grenzwert sei man derzeit aber noch viel zu weit entfernt. "Wir sind jetzt bei etwa 160, da ist also noch einiges zu tun", erklärt Puchhammer-Stöckl.

Die Virologin würde sich aber wünschen, "dass wir da auch noch deutlich darunter kommen". Derzeit sind die Corona-Zahlen in Österreich aber jedenfalls - trotz Lockdown - noch viel zu hoch. So wurden am gestrigen Sonntag österreichweit insgesamt 1.466 Neuinfektionen und 49 Todesfälle vermeldet. Die Opposition sieht die Entwicklung der Zahlen mehr als kritisch, diese würden nicht schnell genug sinken.

Corona-Zahlen könnten noch steigen

Und eine Besserung der Lage in Österreich ist in den kommenden Tagen wohl eher nicht in Sicht. Im Gegenteil: die Corona-Zahlen könnten sogar noch weiter steigen. Denn die Effekte der Weihnachtsfeiertage und Silvester sind erst Ende nächster Woche ablesbar, da die maximale Inkubationszeit 14 Tage beträgt.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober will das Thema "Freitesten" aber noch nicht ganz aufgeben und hat Gespräche mit der Opposition angekündigt, um doch noch eine Einigung zu erzielen. Unklar ist aber, ob diese Gespräche nach Ankündigung der Blockade überhaupt noch stattfinden werden.