Die neuen Lockdown-Details kommen erst am Montag

Österreich geht wieder in einen Mini-Lockdown.
Österreich geht wieder in einen Mini-Lockdown.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Die Verordnung für die "Osterruhe" im Osten des Landes soll am Montag präsentiert werden. Genaue Details werden am Wochenende ausgearbeitet.

Die "Osterruhe" für Wien, Niederösterreich und das Burgenland wurde am Mittwoch von den betreffenden Landeshauptleuten und Gesundheitsminister Rudolf Anschober beschlossen. Ab 1. April wird das gesellschaftliche Leben im Osten des Landes zurückgefahren. Handel und Friseure müssen wieder schließen. Die Schulen bleiben nach den Ferien eine Woche im Distance Learning.

Familien-Treffen sollen vermieden werden. Genaue Regelungen dafür gibt es aber noch nicht. Die Verordnung werde über das Wochenende ausgearbeitet und soll am Montag präsentiert werden. Bis dahin müssten Details von den zuständigen Juristen geklärt werden, hieß es. Am Freitag appellierte jedenfalls Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), "diesmal zu Ostern auf Reisen zu verzichten und physische Treffen, Kontakte zu reduzieren".

Offene Fragen bei FFP2-Maskenpflicht am Arbeitsplatz

"Eine ungebremste Reisetätigkeit könnte zu jenem Infektionsschub führen, der in Spitälern von einer extremen Belastung zu einer Überlastung führen könnte", erklärte Anschober in einer Aussendung. Die Besuche während des bevorstehenden Lockdowns könnten so geregelt werden, wie bei jenen davor.

Eine Person darf demnach einen anderen Haushalt besuchen. Wer etwa in Wien wohnt, darf zu Ostern nahe Verwandte, etwa die Eltern in einem anderen Bundesland alleine besuchen. Auch die Regelung für die FFP2-Masken-Pflicht am Arbeitsplatz soll über das Wochenende näher ausgearbeitet werden. Dazu soll es am Montag zudem ein Treffen mit den Sozialpartnern geben.

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Anschober erinnerte einmal mehr daran, dass die Infektionszahlen in ganz Europa massiv ansteigen. Grund dafür sind die Mutationen. Der Anteil der britischen Mutationsvariante liegt in Ostösterreich je nach Region bereits bei 80 bis 95 Prozent. Die Intensivabteilungen der Wiener Spitäler seien bereits an ihrer Kapazitäts-Grenze.

FPÖ-Chef sieht landesweiten Lockdown kommen

FPÖ-Chef Norbert Hofer sieht einen landesweiten Lockdown auf Österreich zukommen. "Was im Osten Österreichs ab 1. April Realität ist, nämlich ein harter Lockdown, wird bei gleichbleibender Strategie der Bundesregierung unweigerlich und sehr rasch wieder auf das ganze Land zukommen."

Die Bundesregierung dürfe den Menschen keine falschen Hoffnungen machen, denn Österreich werde "keinesfalls" bis zum Sommer immunisiert sein. Daher sei bis dahin auch keine Entspannung zu erwarten. Die "Lockdown-Politik" sei aber eine "Sackgasse", zumal die Menschen nicht mehr können und diese auch nicht die erhofften Ergebnisse gebracht hätte. Stattdessen sollte "öffentliches Leben unter klaren, strikten und praxisnahen Regeln" ermöglicht werden, argumentierte der FPÖ-Chef: "Nur so können wir eine Trendumkehr schaffen, bei der wir die Menschen auch mitnehmen können."

Auch Kardinal Christoph Schönborn meldete sich seiner Freitagskolumne zum bevorstehenden Lockdown zu Wort und rief dazu auf, trotz der "Osterruhe" im Osten Österreichs und einer allgemeinen Corona-Müdigkeit Zuversicht und Geduld nicht zu verlieren.

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