Fortuna meint es mit Australien derzeit gar nicht gnädig, Jürgen Melzer kann sich allerdings über seine Auslosung für die am Montag beginnenden Australian Open nicht beschweren: Er trifft in Runde 1 auf einen Qualifikanten. Schwieriger haben es da schon die ÖTV-Damen. Vor allem für Sybille Bammer und Tamira Paszek sind die Aussichten für Melbourne gar nicht rosig.
Paszek darf sich in der ersten Runde durchaus Chancen auf ein Weiterkommen ausmalen. Die ihr zugeloste US-Amerikanerin Vania King (21) liegt in der Weltrangliste auf Platz 88 und damit nur vier Ränge vor der Dornbirnerin. Gefährlich wäre es für die 20-jährige Paszek im Fall eines Sieges allerdings in Runde zwei: Die Dänin Caroline Wozniacki, Nummer 1 der Welt und des Turniers, gilt gegen Gisela Dulko (ARG, WTA 48) als klare Favoritin.
Hammer für Bammer
Ein Erstrunden-Aus droht wohl am ehesten Sybille Bammer. Sie trifft gleich zum Auftakt auf die Weltranglisten-Zweite Vera Swonarewa. Die Russin schaffte es 2009 bis ins Melbourne-Halbfinale und vergangenes Jahr ins Finale von Wimbledon und bei den US Open. Immerhin: Mit einer Sensation hätte Bammer in Runde zwei auf jeden Fall eine Gegnerin, die im ATP-Ranking hinter ihr liegt.
Angenehmer Auftakt für Melzer
Melzer darf dem Auftakt in Melbourne etwas entspannter entgegenblicken. Die Turniernummer 11 empfängt in Runde eins einen Qualifikanten, der erst am Sonntag feststehen wird. Auch Runde zwei hätte sich für den Niederösterreicher schlimmer gestalten können: Kommt Melzer weiter, trifft er auf den Sieger aus der Paarung Pere Riba (ESP, ATP 71) gegen Lokalmatador Carsten Ball (AUS, ATP 158).
Patricia Mayr, Nummer 101 der Damen-Welt, geht in Runde 1 gegen die direkt vor ihr rangierende Tschechin Andrea Hlavackova auf den Platz. Alex Peya und Andreas Haider-Maurer blieben bereits in der Qualifikation hängen, Stefan Koubek kämpft morgen noch um ein Ticket für den Hauptbewerb. Der Kärntner muss gegen den 2,02 Meter großen Niederländer Thomas Schoorel ran.