Die Oberösterreicherin, die mit einem Solo-Sechser 1,2 Millionen Euro gewonnen hat, hat ihren Wettschein bereits eingelöst. Am Mittwoch machte sie sich auf den Weg ins Kundenzentrum der Lotterien nach Wien – und erledigte dort alles Notwendige. Damit ist der wichtigste Schritt geschafft. Denn: Ohne Original-Quittung gibt es keinen Gewinn. Ein Versand per Post gilt deshalb als riskant. Geht der Schein verloren, ist auch das Geld weg.
Vor Ort im Kundenzentrum lief alles diskret ab. Die Gewinnerin übergab ihren Schein an einem Schalter, der von außen nicht einsehbar ist. "In dem Moment ist das Risiko auf die Lotterien übergegangen", erklärt Sprecher Günter Engelhart gegenüber "Heute". Heißt konkret: Ab diesem Zeitpunkt ist der Gewinn abgesichert.
Auch ihre Bankverbindung gab die Frau direkt bekannt. Dorthin wird die Millionensumme exakt vier Wochen nach der Ziehung überwiesen. Stichtag ist der 2. Mai. Ab diesem Tag ist das Geld am Konto – und die Oberösterreicherin offiziell Millionärin.
Die Frau geht mit dem plötzlichen Reichtum jedenfalls ruhig um. Schon kurz nach dem Gewinn hatte sie sich telefonisch gemeldet, blieb aber stets im Hintergrund. Kein Auftritt in der Öffentlichkeit, keine große Inszenierung.
Auch auf einen sogenannten Hochgewinnbetreuer verzichtet sie bewusst. Dieses kostenlose Service der Lotterien unterstützt Gewinner bei den ersten Schritten, zeigt Möglichkeiten auf und hilft bei organisatorischen Fragen. Eine klassische Vermögensberatung ist das jedoch nicht.
Stattdessen setzt die Frau offenbar auf Eigenständigkeit und Diskretion. Gerade in kleineren Orten kann ein solcher Gewinn schnell für Gesprächsstoff sorgen. Für genau solche Fälle bieten die Lotterien sogar Hilfe beim Eröffnen eines neuen Kontos in einer anderen Stadt an, um anonym zu bleiben.
Der Glückstreffer selbst gelang übrigens mit einem Quicktipp. Sechs Tipps hatte die Frau gespielt, der fünfte brachte schließlich den entscheidenden Sechser – und damit exakt 1,2 Millionen Euro.