Ludwig hält (noch) längeren Lockdown für möglich

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) spricht über die "Osterruhe".
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) spricht über die "Osterruhe".GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Während Bundeskanzler Sebastian Kurz und sein Vize, Werner Kogler, über Öffnungsschritte im Mai sprechen, tritt Wiens Bürgermeister auf die Bremse.

Bei der Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel am Dienstag wagte die Regierungsspitze einen Blick in die mittelfristige Zukunft. Sowohl Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), als auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) kündigten Öffnungsschritte für den Monat Mai an. Um diese geordnet über die Bühne bringen zu können, soll eigens eine Öffnungskommission, in der neben der Regierung auch Sozialpartner und Vertreter aus Gemeinde- und Städtebund, sowie der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Hermann Schützenhöfer, vertreten sein werden, eingerichtet werden. 

Ganz so optimistisch wie die Regierungsspitze zeigte sich der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) allerdings nicht. In seinem Statement mahnte er zu Vorsicht, zu sehr über konkrete Öffnungsschritte nachzudenken. Die Lage auf den Intensivstationen speziell in der Bundeshauptstadt sei kritisch, auch weil Wien in der Vergangenheit vermehrt Intensivpatienten aus den Bundesländern aufnahm.

Maßnahmen über den 18. April hinaus? 

Sollte es nicht rasch gelingen, die Zahlen der Intensivbettenauslastung in Wien "drastisch" zu senken, müsste es zu weiteren Maßnahmen kommen. Auf Journalistennachfrage ergänzte der Wiener Stadtchef, dass es gelingen müsse nachhaltig die Intensivbettenbelegung zu reduzieren. Das sei die wichtigste Kennzahl für weitere Öffnungsschritte. Es dürfe nicht sein, dass die Entscheidung getroffen werden müsse, ob ein Corona-Patient oder ein anderer medizinischer Notfall ein Intensivbett bekommt. 

"Ich würde nicht ausschließen, dass es Maßnahmen über den 18. April hinaus gibt." – Michael Ludwig

Sollte es in der Bundeshauptstadt nicht gelingen, die Zahlen auf den Intensivstationen drastisch zu senken, dann wolle Ludwig Maßnahmen über den 18. April hinaus nicht ausschließen. Heißt konkret: Der ohnehin schon verlängerte Lockdown könnte erneut verlängert werden. 

Vor allzu schneller Euphorie bezüglich weiterer Öffnungsschritte warnte auch Hermann Schützenhöfer. Der steirische Landeschef erklärte, dass man auf einem guten Weg sein könnte, die Pandemie zu bekämpfen. Fix sei das aber noch nicht. Es gelte auch weiterhin auf die medizinischen Experten des Landes zu hören.

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