Drohten auf Snapchat

"Mache ehrlich Amoklauf": Burschen (14) nach verurteilt

Zwei 14-Jährige drohten per Snapchat mit einem Amoklauf an einer Grazer Schule. Nun mussten sie sich wegen schwerer Drohung vor Gericht verantworten.
Österreich Heute
11.06.2026, 14:15
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Zwei 14-jährige Schüler einer Grazer Mittelschule sind nach Amoklauf-Drohungen im Internet vor Gericht gelandet. Die Jugendlichen hatten im vergangenen Oktober über Snapchat und später auch in weiteren Chats entsprechende Nachrichten verschickt.

Die Aussagen der beiden vor Gericht waren eindeutig: Es habe sich um einen "Scherz" gehandelt. Einer der Schüler erklärte sogar, er habe nicht gewusst, dass ein Amoklauf ein ernstes Thema sei. Diese Argumentation stieß bei der Richterin auf deutlichen Widerspruch.

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Chats, die Angst auslösten

Ausgangspunkt war eine Snapchat-Gruppe mit dem Namen "Bombenleger". Dort schrieb einer der Burschen: "Ich mach ehrlich jetzt Amoklauf". Der zweite antwortete darauf mit "Ich helfe". Eine Mitschülerin alarmierte daraufhin die Schulsozialarbeit, weil sich an der Schule große Verunsicherung ausbreitete.

Die beiden Jugendlichen wurden festgenommen und verbrachten eine kurze Zeit in Untersuchungshaft.

Später tauchten weitere Nachrichten auf, darunter Formulierungen wie "Wann wird jetzt endlich Amoklauf" und "Amoklauf in my class".

Gericht sieht keine "Witze"

Vor Gericht zeigte sich die Richterin wenig überzeugt von der Verteidigung. Es sei unglaubwürdig, dass die Jugendlichen nicht gewusst hätten, wie ernst solche Drohungen genommen werden – zumal es an Schulen entsprechende Aufklärungen gegeben habe, wie die "Kleine Zeitung" erklärt.

Auch die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass solche Nachrichten nicht als harmloser Spaß gewertet werden können, sondern als schwerwiegende Drohung.

Bedingte Strafen

Das Urteil fiel schließlich bedingt aus: Drei Monate für den Erstangeklagten, zwei Monate für seinen Mitangeklagten, der die Drohung unterstützt hatte. Damit ist der Fall rechtlich abgeschlossen – die Konsequenzen bleiben dennoch im Strafregister bestehen.

Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Drohungen ein, die in Graz und Umgebung in den vergangenen Monaten immer wieder für Polizeieinsätze und Schulschließungen gesorgt haben.

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