Die 14-jährige Wienerin stammt aus schwierigen Verhältnissen, musste ein furchtbares Martyrium durchmachen. Der Vergewaltigung, Nötigung und gefährlichen Drohung verdächtig: ihr Ex aus dem Irak (15), für den vor wenigen Wochen die Handschellen klickten.
Das Mädchen hatte ihn auf einer vom Jugendamt organisierten Reise in Salzburg kennengelernt. "Am Anfang war er nett", schildert das Opfer, wie sie zuerst ein Paar wurden, sich dann aber nur noch heimlich trafen, weil die Mutter des Mädchens streng gegen die Beziehung war.
Die Teenager trafen sich in Stiegenhäusern und Parks, rasch kippte die Dynamik. Der 15-Jährige "schrieb mir vor, was ich anziehen sollte", so das Mädchen – schließlich sei er ihr gegenüber gewalttätig geworden. Nicht nur zum Tragen des Kopftuchs und zum Konvertieren zum Islam habe er die Schulabbrecherin gezwungen, sondern auch zu sexuellen Handlungen.
Nach langem Hin und Her gab das Mädchen jetzt erst zu Protokoll, wie sie wochenlang mehrfach vergewaltigt worden sei – zuletzt am 7. Juli in einem Stiegenhaus beim Wiener Brigittaplatz. Dort fanden Ermittler sogar noch Blutspuren an der Wand – wir berichteten.
Die Aussagen des Opfers samt vorgelegten Chats zeichnen ein schockierendes Bild des inhaftierten Burschen. Der amtsbekannte Iraker soll die 14-Jährige regelrecht zur Sklavin degradiert haben. "Möge Allah dich beschützen", reagierte er auf gepostete Fotos, die sie mit Hidschāb verhüllt zeigten. "Bei Allah, ich werde dich töten", drohte er ihr, schrie offenbar an. "Du machst alles, was ich dir sage."
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Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
"Ich sagte ihr nur, dass sie im Hidschāb sehr gut ausschaut", bestritt der Verdächtige jegliche Gewalt. Aber: Als das Mädchen nichts mehr von ihm wissen wollte, habe er ihr mit Veröffentlichung von Nacktbildern gedroht und sie trotz Kontaktverbots auf TikTok mit Nachrichten bombardiert.
Wegen schweren Selbstverletzungen und psychischer Belastung musste das Opfer aus ihrer Krisen-WG mehrfach ins Spital. Dennoch unternahm das Jugendamt nicht alles, um das Mädchen vor dem Einfluss des Burschen zu schützen. Ihm gelang es sogar noch vor seiner Festnahme am 19. Juli, sie anzustiften, ihr Handy aus dem Fenster zu werfen, um Beweismittel gegen ihn zu vernichten. "Er hat mich komplett kontrolliert", klagt die 14-Jährige. Juristin Melanie Kolar (Kanzlei Rast/Musliu) vertritt die Familie des Opfers und will den Fall restlos aufgeklärt wissen. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.