Nach dem Drogentod eines 14-jährigen Mädchens am 4. Juni 2025 in Wien-Donaustadt sind nun die Urteile gefallen. Die Jugendliche war an den Folgen einer Überdosis gestorben, nachdem sie laut Gericht "unvorstellbare Mengen an Drogen" in der Wohnung eines Freundes konsumiert hatte. Zwei junge Männer wurden gleich wegen mehrerer Delikte schuldig gesprochen.
Der 18-Jährige, in dessen Wohnung sich das Drama ereignete, wurde wegen grob fahrlässiger Tötung sowie wegen Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz zu 18 Monaten Haft verurteilt, davon drei Monate unbedingt.
Sein ebenfalls 18-jähriger Freund erhielt wegen unterlassener Hilfeleistung eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Monaten. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, die Unschuldsvermutung gilt. Außerdem wurden beiden Bewährungshilfe und eine Drogentherapie auferlegt.
Die Hintergründe: Einer der beiden Wiener soll bereits vor der Party am 4. Juni massenhaft Drogen besorgt haben – selbst seine Lebensversicherung habe er dafür aufgelöst. Rund 13.000 Euro kostete ihn dein Vorrat, der am Ende zum Tod der 14-Jährigen geführt haben soll.
Sie dürfte bereits im Vorfeld Drogen konsumiert haben, in ihrem Blut wurde "rosa Kokain" gefunden. Dieses konnte im Zuge der Untersuchungen jedoch nicht festgestellt werden. Stattdessen wurden Kokain, Marihuana, MDMA und Ecstasy konsumiert.
Als sich die 14-Jährige unwohl fühlte, aus dem Mund zu bluten begann und keinen Puls mehr gehabt haben soll, wurde dann die Rettung gerufen. Wegen schwerer Hirnschädigungen aufgrund von Sauerstoffunterversorgung verstarb das Mädchen nach wenigen Tagen in einem Kinderkrankenhaus.
Der Vorwurf Anklage: die beiden hätten erst dann die Rettung geholt, nachdem sie das Suchtgift verschwinden haben lassen. Auch nach dem Rettungseinsatz wurde wohl munter weiter gefeiert – einer der Angeklagten wurde laut APA ebenfalls wegen einer Überdosis im Spital behandelt.