Trauriges Ende einer großangelegten Suchaktion in Schleswig-Holstein: In Preetz haben Einsatzkräfte am Donnerstag gegen 9.30 Uhr ein Kleinkind leblos aufgefunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die seit Mittwoch vermisste dreijährige Bella.
Das Mädchen war am Mittwochmittag von seinen Eltern als vermisst gemeldet worden. Zuvor war Bella zuletzt an ihrer Wohnanschrift in Preetz gesehen worden. Laut erster Polizeimeldung hatte sie das Zuhause mit unbekanntem Ziel verlassen und war dringend auf medizinische Hilfe angewiesen.
Seit dem Verschwinden lief eine intensive Suche. Einsatzkräfte der Polizeidirektion Kiel und der Bereitschaftspolizei aus Eutin suchten am Mittwoch und Donnerstag nach dem Kind. Die Maßnahmen mussten in der Nacht auf Donnerstag gegen 3 Uhr zunächst ergebnislos abgebrochen werden. Seit 7 Uhr Früh wurde die Suche wieder aufgenommen.
Dabei wurde das Stadtgebiet engmaschig und strukturiert durchkämmt. Gesucht wurde in Parks, Gärten, Grünanlagen und unwegsamem Gelände. Auch Diensthunde und Drohnen waren im Einsatz. Die Polizei bat Anrainer zudem, in eigenen Gärten, Kleingartenanlagen, Hütten, Gartenlauben und Garagen nachzusehen.
Wie die Polizei Kiel und Sprecherin Babette Weiß gegenüber NEWS5 mitteilten, war bei der Suche eine Besonderheit wichtig: Bella wies autistische Züge auf. Dadurch habe sie ängstlich auf ihre Umgebung reagieren und sich im Verborgenen verstecken können. Hinweise auf eine Straftat oder Fremdeinwirkung lagen den Ermittlern nach dem vorliegenden Stand zunächst nicht vor.
In der Vermisstenmeldung war Bella als schlank beschrieben worden, mit schwarzen Haaren und nach oben gebundenem Zopf. Sie trug ein schwarzes Oberteil mit Schleifen, eine beigefarbene Hose mit Schleifen und pinkfarbene Crocs.
Die Bevölkerung zeigte laut Polizei bereits am Mittwoch große Hilfsbereitschaft. Die Einsatzkräfte dankten für das Engagement, betonten aber zugleich, dass vor Ort ausreichend Kräfte für die Suchketten im Einsatz waren.