Mehr als 30 Jahre war sie DAS Wetter-Gesicht im ORF, im September 2025 war plötzlich Schluss. Im Podcast "Club der Cleveren" blickt Christa Kummer im Gespräch mit Elisabeth Eidenberger jetzt zurück. Ihr Einstieg ins Fernsehen sei dabei alles andere als glamourös gewesen: "Man beginnt diesen Job nicht mit dem Gedanken – ich möchte jetzt ein Star werden. Für mich war damals der Beweggrund ganz einfach: Ich habe ein Jobangebot und ich darf über’s Wetter reden," erklärt sie.
Doch statt um das tägliche Wetter oder ihr Können vor der Kamera ging es bei den Zuschauern schnell um Äußerlichkeiten. "Ich war dann ziemlich erschüttert von den ersten Reaktionen – weil es ist um alles gegangen, nur nicht um's Wetter." Als erste Frau in der Wettermoderation sei sie in eine Männerdomäne geraten, geprägt vom "Altherrenimage". Bis heute müsse man sich als Frau mehr beweisen. Während Frauen oft auf Äußerlichkeiten reduziert werden, dürfen Männer "optisch gar nichts hergeben," lacht sie.
Ihr Erfolgsrezept? Authentizität. "Mein persönliches Geheimnis war, ich habe nie jemanden kopiert. Ich hatte keine Vorbilder," so Kummer. Für sie ist klar: "Als Moderatorin bist du kein Schauspieler. Du bist die Person die du bist – und die verkaufst du."
Das Ende beim ORF im vergangenen September, nach drei Jahrzehnten, kam auch für die Moderatorin überraschend. Gespräche habe es keine gegeben: "Ich habe darauf gewartet, dass man mit mir spricht – man hat nicht mit mir gesprochen," so die Ex-Wetter-Lady. Überrascht sei sie vor allem gewesen, weil männliche Kollegen im gleichen Alter verlängert wurden, während ihr Vertrag ausblieb.
Doch Kummer macht eines klar: Trotz dieses uneleganten Abgangs, "auch von Seiten des Hauses," sieht sie das Positive. "Ich habe das Gefühl, ich bin mit den Menschen viel näher zusammengewachsen," so die 61-jährige. Seit ihrem ORF-Aus komme ihr eine große "Welle an Liebe" entgegen – und dafür sei sie "unendlich dankbar".