Geht es nach Sadio Mane, ist es zwischen ihr und Sportdirektor Rangnick zu einem Missverständnis gekommen. Dies bedaure er, schrieb Mane via Email. Einen Tag vor dem immens wichtigen Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Malmö FF (Heute.at tickert live) war der senegalisische Stürmer Sadio Mane vom Verein beurlaubt worden.
Geht es nach Sadio Mane, ist es zwischen ihr und Sportdirektor Rangnick zu einem Missverständnis gekommen. Dies bedaure er, schrieb Mane via Email. Einen Tag vor dem immens wichtigen Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Malmö FF war der senegalisische Stürmer Sadio Mane vom Verein beurlaubt worden.
"Ich möchte meine Teamkameraden und unsere Fans nicht im Stich lassen. Ich möchte unbedingt morgen in Malmö spielen und bin bereit noch heute einen Flug nach Malmö zu nehmen", betonte der Senegalese am Dienstagabend.
Keine Spur von Mane nach dem Training
Laut Rangnick, der sich Mittwochvormittag mit der Mannschaft auf den Weg nach Schweden machte, hätte Sadio Mane deshalb das Abschlusstraining am Dienstag bereits nach zehn Minuten verlassen. Der 22-Jährige war am Montag beim Training auf Chefcoach Adi Hütter zugekommen. "Er hat gesagt, dass er sich vom Kopf her nicht in der Lage fühlt, am Training teilzunehmen", erklärte Rangnick. Daraufhin habe ihn dieser in die Kabine geschickt. Nach Ende der Einheit war Mane dort aber nicht mehr anzutreffen.
Spieler spurlos verschwunden
Mane war seit dem Verlassen des Trainingsgeländes für niemandem vom Verein mehr zu erreichen. Einer schriftlichen Aufforderung zu einem Gesprächstermin am Dienstag in der Früh kam Mane laut Rangnick ebenfalls nicht nach.
Der Verein strich den Leistungsträger daraufhin aus dem Kader für das anstehende Spiel gegen Malmö. Auch für die nächsten Bundesliga-Partien steht er nicht mehr auf den Spielerlisten. "Wenn es offensichtlich ist, dass ein Spieler in so einer Situation, vor dem wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte und auch in seiner Karriere, die eigenen Interessen über die des Vereins stellt, dann bleibt einem nichts anderes übrig", meinte Rangnick. "Da ist es nur logisch, dass er nicht dabei ist."
Mane war Ende August 2012 für kolportierte vier Millionen Euro vom FC Metz nach Salzburg gewechselt. Seither war der schnelle Angreifer auf der linken Außenbahn gesetzt. Sein Vertrag läuft bis 2016. "Wir befanden uns auch mit Sadio zuletzt in relativ konstruktiven Gesprächen", sagte Rangnick. "Nach dem, was heute passiert ist, gehe ich aber davon aus, dass es auch da schwierig wird, die fortzusetzen."
Kurz vor Schließung des Transferfenster
Im Somme war Mane mit ausländischen Clubs in Verbindung gebracht worden. Ein spruchreifes Angebot liege laut Rangnick aber nicht vor. "Bis jetzt war noch keines dabei, mit dem es sich gelohnt hätte, sich ernsthaft auseinanderzusetzen", meinte der Deutsche. Das Transferfenster schließt kommenden Montag.
"Gruppenphase wäre Highlight der Karriere"
Mit gerade einmal 20 Jahren hat Marcel Sabitzer im Angriff nun einen Konkurrenten weniger im starken Kader der Salzburger. Den Kindheitstraum von der Champions League will sich der Steirer in Malmö erfüllen. Die Königsklasse sei ein "Hauptgrund" für seinen viel beachteten Transfer von Rapid über Leipzig nach Salzburg gewesen. "Ich bin mit dem Ziel Champions League hierhergekommen, das ist ein Traum für jeden Fußballer. Die Gruppenphase zu erreichen, wäre das bisherige Highlight meiner Karriere."
"Qualität im Kader ist hoch"
Dafür nahm Sabitzer auch bewusst den Konkurrenzkampf in Salzburg in Kauf. "Viele haben nach dem Wechsel gesagt, dass ich sowieso nicht so viele Einsätze bekomme", erinnerte der Offensivspieler. Bisher hat er neun von zehn Pflichtspielen bestritten, sechs davon in der Startformation. Einzig zuletzt gegen Altach (5:0) erhielt er von Trainer Adi Hütter eine Pause. In fünf Ligaspielen stehen drei Tore und drei Assists zu Buche.
"Die Qualität im Kader ist hoch, das weiß ich", versicherte Sabitzer. "Ich freue mich über jede Minute." Sein Konkurrent im Sturm heißt jetzt Alan. Dennoch hofft Sabitzer wie im Hinspiel (2:1) auf einen Einsatz von Beginn an. "Wenn nicht, dann geht die Welt aber auch nicht unter", sagte der Jungteamspieler, als dessen große Stärke seine Unbekümmertheit gilt. "Ich bin keiner, der großartig nachdenkt." Sein Erfolgsgeheimnis für Malmö: "Wir müssen kühlen Kopf bewahren."
"So viele internationale Spiele wie möglich"
Die Champions League sieht Sabitzer als Sprungbrett. "Damit kann man sich auch für andere Sachen interessant machen", erklärte der Youngster. Für das Nationalteam zum Beispiel, in dem er trotz seiner Tore im Frühjahr gegen Island (1:1) und Tschechien (1:2) noch nicht zum Stammpersonal zählt, oder für ausländische Großvereine. Sabitzer: "Irgendwann ist es schon das Ziel, bei einem internationalem Topclub zu spielen."
Vorerst steht der Ex-Rapidler bis 2018 beim Partnerclub RB Leipzig unter Vertrag, ist vom deutschen Zweitligisten an Salzburg verliehen. Dort sieht er auch seine mittelfristige Zukunft. "In dieser Situation ist es wichtig, dass ich so viele internationale Spiele wie möglich mache", begründete der Angreifer, warum er Salzburg Leipzig vorziehe. "Die Weiterentwicklung geht so vielleicht ein bisschen schneller."