Starker Cannabis-Geruch hat Wiener Polizisten zu einer Wohnung in Mariahilf geführt. Dort stießen die Beamten schließlich auf 30 Cannabispflanzen und rund 1,7 Kilogramm Cannabiskraut.
Der ungewöhnliche Einsatz begann am Sonntag gegen 8.05 Uhr in der Kopernikusgasse. Beamte des Stadtpolizeikommandos Margareten waren gerade auf Streife, als sie den intensiven Geruch bemerkten und eine verdächtige Wohnung ausfindig machten.
Der Bewohner soll sich daraufhin auffällig verhalten haben. Laut Polizei versuchte er mehrmals unbekleidet, die Fenster von innen so zu verstellen, dass die Beamten nicht in die Wohnung sehen konnten.
Damit nicht genug: Der Mann reichte den Polizisten sogar eine Zimmerpflanze aus einem Fenster. Damit wollte er laut Polizei demonstrieren, dass sich keine Cannabispflanzen in seiner Wohnung befinden würden.
Die Beamten ließen sich davon allerdings nicht überzeugen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien wurde aufgrund der Verdachtslage eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
Weil sich der Bewohner nachdrücklich weigerte, die Tür zu öffnen, wurde die WEGA zur Unterstützung gerufen.
Bei der anschließenden Durchsuchung machten die Polizisten einen umfangreichen Fund. In der Wohnung wurden 30 Cannabispflanzen, rund 1,7 Kilogramm Cannabiskraut sowie Utensilien zur Herstellung von Cannabis sichergestellt.
Der 35-jährige polnische Staatsbürger wurde vorläufig festgenommen.
Die weiteren Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte. Der Tatverdächtige verweigerte laut Polizei die Aussage. Anschließend wurde der 35-Jährige in eine Justizanstalt gebracht. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.