Der Einkauf wird für Taha zum täglichen Rechenspiel: Der 64-Jährige lebt derzeit vom AMS-Geld und muss trotzdem jeden Euro zweimal umdrehen. Am Monatsende bleibt laut ihm nichts mehr übrig – selbst für kleine Extras für seine Kinder fehlt das Geld.
"Im Supermarkt gehe ich nur da einkaufen, wo es günstig ist – ich achte immer auf Angebote", erzählt Taha. Häufig schaut er sich im Sozialmarkt in der Ullreichgasse 13 um, versucht dort, preiswert einzukaufen. Der 64-Jährige muss derzeit besonders auf seine Finanzen achten, bezieht sein Einkommen vom AMS, in wenigen Monaten kann er dann in Pension gehen.
Früher hatte der Wiener viele Jobs, arbeitete für ein Möbelhaus und auch auf Baustellen, doch richtig bezahlt hat sich der Knochenjob nicht gemacht. "Am Ende des Monats ist es vorbei, da bleibt mir überhaupt kein Geld mehr übrig", klagt er.
Besonders leid tut ihm das für seine sechs Kinder. "Früher habe ich ihnen öfter kleine Überraschungen vom Einkaufen mitgebracht, heute muss ich öfter nein sagen", ist er trautig – doch die Kids würden das verstehen. "Immerhin sind sie ja schon groß, die jüngsten ist 12, die älteste ist 28".
Auch Sommerurlaub ist sich für den 64-Jährigen heuer nicht ausgegangen. "Ich würde gerne, aber es ist einfach zu teuer", ist er betrübt. "Ich muss sparen".