Nach dem tödlichen Unfall auf der Südautobahn bei Traiskirchen ("Heute" berichtete) werden nun neue Details bekannt. Der 42-jährige Lenker aus dem Bezirk Neunkirchen dürfte bei dem enormen Aufprall durch die Windschutzscheibe seines Autos geschleudert worden sein.
Der Crash passierte in der Nacht auf Sonntag, den 17. Mai, gegen 0.45 Uhr auf der A2 in Fahrtrichtung Graz. Der 42-Jährige dürfte aus bisher unbekannter Ursache die Kontrolle über seinen Wagen verloren haben. Das Auto kam von der Fahrbahn ab, stürzte in die Böschung, überschlug sich mehrfach und blieb schließlich entgegen der Fahrtrichtung im Straßengraben liegen.
Der Lenker kam schließlich auf der Fahrbahn zu liegen. Trotz rascher Reaktion von Ersthelfern sollen in weiterer Folge mehrere Autos den Mann überrollt haben. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, er starb noch an der Unfallstelle.
Videoaufnahmen von dem tödlichen Crash gibt es nicht. Die Asfinag bestätigt gegenüber "Heute", dass Freilandbereiche nicht mit Kameras aufgezeichnet werden. Jene Aufzeichnungen hätten Hinweise zur Rekonstruktion des tragischen Unfalls liefern können. Stattdessen sollen Zeugenaussagen für Klarheit sorgen.
Wer etwas gesehen hat oder Auskunft geben kann, soll sich bei der Autobahnpolizei Tribuswinkel unter der Telefonnummer 059133-3314 melden.
Nach derzeitigem Stand wird vermutet, dass der Mann bei dem Unfall nicht angeschnallt war. So könnte er durch die Windschutzscheibe seines Autos gekracht sein, nachdem es in eine Böschung gestürzt war. Der genauere Ablauf der blutigen Tragödie ist aber weiter unklar.
Laut Freiwilliger Feuerwehr Wiener Neudorf hatten Ersthelfer die Einsatzkräfte nur kurz nach dem Aufprall über den Unfall informiert. Der 42-Jährige soll nach Angaben der Polizei nicht lange auf der Fahrbahn gelegen sein, bevor andere Lenker stehenblieben und den Notruf wählten. In jener kurzen Zeitspanne sollen dennoch mehrere Fahrzeuge über den Mann gerollt sein.
Nach dem Unfall war die Südautobahn bis etwa 4.35 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen weiter.