Beunruhigende Szenen haben sich am Sonntag bei einer Demonstration für Rojava und Kurdistan in Wien ereignet. Während die Demonstranten durch die Wiener Leopoldstadt marschierten, kam es laut Augenzeugen zu massiven Provokationen und Drohungen gegenüber den anwesenden Personen.
Mehrere Männer beobachteten die Kurden auf der Taborstraße von einem Fenster aus und provozierten die Demo-Teilnehmer mit Beleidigungen. Einer davon soll Augenzeugen zufolge wiederholt Enthauptungsdrohungen ausgesprochen und dabei aggressive Gesten gemacht haben.
Die Demo-Organisatoren reagierten umgehend und riefen dazu auf, den Vorfall den zuständigen Behörden zu melden, damit mögliche rechtliche Schritte geprüft werden können. Die Polizei ist über den Zwischenfall informiert.
Laut Polizeisprecherin Julia Schick wurde der Mittelfinger von den Beamten vor Ort registriert und vermerkt - allerdings handelt es sich dabei um kein strafrechtlich relevantes Verhalten. Zudem sei die sichere Distanz zwischen den Männern und den Demonstranten vorhanden gewesen, ein direktes Aufeinandertreffen somit unwahrscheinlich. Enthauptungsgesten haben die Polizisten vor Ort jedoch nicht wahrgenommen – die Demo-Teilnehmer bleiben jedoch dabei, dass diese durchaus stattgefunden haben.