Heftige Szenen in der Nacht auf den 1. Mai in St. Andrä-Wördern im Bezirk Tulln: Beim "Maibaum-Steht-Clubbing" bei der Feuerwehr soll ein mutmaßlich 31-Jähriger brutal attackiert worden sein. Der Vorfall passierte laut Angaben aus dem Umfeld des Opfers nachts gegen 1.30 Uhr beim Seiteneingang in der Hittnergasse.
Die Folgen waren schwer: Der Mann erlitt einen Kieferbruch, musste fünf Stunden operiert werden. Dabei wurden ihm mehrere Metallplatten eingesetzt. Ein längerer Krankenhausaufenthalt soll die Folge sein.
Die Polizei Niederösterreich bestätigt den Vorfall gegenüber "Heute". Es liege eine Verletzungsanzeige vor, der Verdacht der schweren Körperverletzung stehe im Raum. Die Ermittlungen laufen.
Gesucht wird nun nach Hinweisen auf den mutmaßlichen Haupttäter. Laut Zeugen soll er dunkel gekleidet gewesen sein, eine Kappe getragen haben und rund 20 Jahre alt sowie etwa 1,80 Meter groß sein.
Auch von einem weiteren Beteiligten mit blauem Pulli und lockigen Haaren ist in einem Facebook-Beitrag die Rede: "Er schlug und trat ebenfalls zu, verursachte aber keine groben Verletzungen. Sollte sich dieser Mittäter von selbst stellen, sind wir bereit von weiteren Schritten abzulassen – uns geht es hauptsächlich um den Haupttäter und wir begrüßen jede Mithilfe."
Zudem soll es ein Handyvideo der Attacke geben.
Rund um das Feuerwehrhaus kam es laut Feuerwehr in der Nacht ebenso zu Ärger. Ein Fallrohr in der Hittnergasse wurde mutwillig beschädigt, außerdem blieb erheblicher Müll rund um das Feuerwehrhaus zurück. Die Freiwillige Feuerwehr St. Andrä-Wördern stellt klar: "Unsere Veranstaltungen dienen der Finanzierung der Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr. Sachbeschädigung und Verschmutzung sind inakzeptabel und schaden der Allgemeinheit."
Bei dem Rohr-Beschädiger soll es sich mutmaßlich um dieselbe Person handeln, die auch auf den 31-Jährigen eingeprügelt haben soll. Auf Facebook heißt es: "Nach dem Haupttäter wird bereits gefahndet, da dieser in seiner Aggression auch die Dachrinne und einen Strommasten neben der Feuerwehr beschädigt haben soll. Zeugen bestätigen, dass es dieselbe Person war."
Das eingedrückte Fallrohr wird von einer Bauspenglerei kostenlos repariert. Vom Verursacher wünscht man sich dafür zumindest eine Getränkespende.