Victoria T. (43) aus Sankt Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) fährt derzeit als Pendlerin voll ein und zahlt durch den derzeitigen Spritkosten-Anstieg ordentlich drauf. Besonders die Preissprünge der letzten Tage spürt die 43-Jährige böse im Börserl.
"Statt um 80 Euro musste ich am Sonntag um 120 Euro tanken, das tut schon richtig weh, besonders wenn man Teilzeit arbeitet. Meine acht Fahrten pro Woche zu je 29 Kilometer kosten mich jetzt schon 30 statt 20 Euro – und es ist noch kein Ende in Sicht", klagt sie.
Die tapfere Niederösterreicherin muss täglich um 7.15 Uhr los, um ihren Sohn (7) rechtzeitig in die Schule zu bringen. Anschließend kämpft sie sich viermal die Woche durch den Frühverkehr bis in ihr Büro in der Wiener Innenstadt vor, fährt am Nachmittag zurück.

"Das wäre mit den Öffis ein unmögliches Unterfangen, ich würde gerne, aber es geht sich niemals aus", ärgert sich die verzweifelte "Heute"-Leserin selbst über ihre Situation, völlig vom Auto abhängig zu sein. Die Prognose, dass ein Liter an der Zapfsäule bald schon bis zu 3 Euro kosten könnte, lässt sie nun über drastische Sparmaßnahmen nachdenken.
"Bei der Osterschokolade wird heuer gespart, das Osterbudget eingeschränkt", legt sie sich fest. Normal wird für ihren Sohn, Cousins und Cousinen um mehr als Hundert Euro groß eingekauft. Heuer müssen aber alle Abstriche im Osterkorb in Kauf nehmen. "Das ist zwar schade, aber finanziell einfach nicht drin", so Victoria T. traurig zu "Heute".
"Und wenn das so weiter geht und der Preis noch auf drei Euro steigt, muss ich mir was überlegen", sagt sie. Die jetzt beschlossene Spritpreisbremse soll bekanntlich 10 Cent pro Liter sparen. "Das macht das Kraut nicht fett", spricht sie wohl die Sorgen vieler Pendler aus.