"War wütend"

Wienerin tritt Mädchen (10) in Bim mitten ins Gesicht

In Wien soll eine psychisch kranke Frau mehrmals Kinder in öffentlichen Verkehrsmitteln attackiert haben – jetzt wurde sie eingewiesen.
Christian Tomsits
25.03.2026, 15:20
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Unfassbare Angriffe in den Öffis auf Kinder: Eine 26-jährige Wienerin soll im vergangenen Herbst eine Prügel-Serie gestartet haben und gleich mehrmals grundlos auf Schülerinnen losgegangen sein.

Einmal schlug sie einer Achtjährigen in einer S-Bahn-Garnitur beim Rennweg mitten ins Gesicht, sodass das Mädchen Nasenbluten bekam und bitterlich zu weinen anfing. Danach wurde dem Opfer von der Frau sogar noch ins Gesicht gespuckt.

Auf einem Überwachungsvideo aus der Straßenbahnlinie O sieht man, wie sich besagte Angreiferin wenige Wochen nach dem ersten Vorfall wieder neben ein kleines Mädchen setzt. Die zehnjährige war am Heimweg von der Schule und machte am Handy gerade Sprachübungen.

Plötzlich steht die Dame auf und tritt der Schülerin aus dem Stand mit voller Wucht ins Gesicht. Das Kind prallt mit dem Kopf gegen die Scheibe. Der Grund verblüffte am Mittwoch vor Gericht Richter, Staatsanwältin und Zuschauer gleichermaßen. "Sie hat mich so angestarrt,  ich war wütend", erklärte die psychisch Kranke.

Näher wolle sie sich zu ihren Gewaltausbrüchen jedoch nicht äußern – auch, "weil mein Gedächtnis das nicht zulässt". Laut Gutachter leidet die Betroffene unter einer schweren schizo-affektiven Störung. Dass sie keine Krankheitseinsicht hat, demonstrierte sie einmal mehr, als sie meinte: "Ich will von den Medikamenten weg, finde mich nicht gefährlich."

Die Staatsanwältin sah das anders: "Man muss die Bevölkerung vor ihr schützen". Auch der Richter schüttelte den Kopf: "Das ist keine Bagatelle, was Sie da gemacht haben". Zum Video meinte der Rat, "ich habe sowas noch nie gesehen und hoffe, es auch nie wieder sehen zu müssen". Der Schöffensenat sprach die unbedingte und zeitlich unbegrenzte Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum ein, nicht rechtskräftig.

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